Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Mai 2013 06:38 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Home » Aktiv
 
Beliebteste Ausflugsziele der Steiermark Life-Kinetik: Muskelkater im Kopf Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Aktiv Nächster Artikel Beliebteste Ausflugsziele der Steiermark Life-Kinetik: Muskelkater im Kopf
Zuletzt aktualisiert: 19.04.2012 um 11:49 UhrKommentare

Schritt, Trab und Galopp: Was ist dran am Reiten?

Wenn 240.000 Menschen in Österreich eine doch aufwendige Sportart regelmäßig ausüben und die Angebote und Möglichkeiten immer besser werden, dann muss etwas dran sein an der Faszination Reitsport. Rückentraining, Natur und der Draht zum Tier sind nur einige der Vorteile.

Foto © APA

Ein bisschen ist es so wie beim Kochen: Zwar kommen 80 Prozent der Reitsportbegeisterten aus dem weiblichen Lager – aber in der sportlichen Eliteklasse sind dennoch traditionell die Männer in der Überzahl. Dabei gibt es (weder am Herd noch auf dem Pferd) einen rationalen Grund, warum Frauen benachteiligt sein sollten. Weil nämlich die Anforderungen im Reitport so vielseitig sind, dass der natürliche körperliche (Kraft-)Nachteil des angeblich "schwächeren" Geschlechts im Wettbewerb keine Rolle spielt und demnach in vielen Reitsportdisziplinen völlig zu Recht keine Geschlechtertrennung herrscht.

Kosten

Für eine Reitstunde mit einem geprüften Reitlehrer sind im Schnitt etwa 15 bis 25 Euro zu veranschlagen.

Harald Riedl, einer der besten Reitsportler der letzten Jahrzehnte in Österreich und Olympiateilnehmer von 2004 weiß, was das Besondere dieser Sportart ausmacht: "Auch wenn's allzu logisch klingt – aber ein Pferd ist kein Sportgerät, das man verwendet und dann ins Eck stellt. Es ist ein Lebewesen, für das der Sportler Verantwortung übernimmt; um das er sich kümmern muss, das viel Einfühlungsvermögen braucht – und bei dem man akzeptieren muss, dass es einen eigenen Kopf und Willen hat. Aus dieser Besonderheit entstehen die schönsten Erlebnisse, die ich mir im Sport vorstellen kann", schwärmt der Profi.

Über Wald und Wiesen

Und zweitens, sagt Harald Riedl, seien auch die Naturerlebnisse beim Reiten besonders intensiv. Es schaut ja auch für den Laien absolut idyllisch aus, wenn man ein Pferd mit Reiter auf dem Rücken locker über Wald und Wiesen traben sieht. Was übrigens auf allen öffentlichen Wegen gesetzlich erlaubt ist, sofern sie nicht durch ein "Reiten verboten"-Schild anderweitig markiert sind. Ein bisschen anders ist die rechtliche Lage, wenn der berittene Weg – wie zum Beispiel viele Waldwege – auf Privatgrund liegt: "Wenn man sich rücksichtsvoll verhält, wird der Besitzer im Regelfall nichts dagegen haben. Besser ist es freilich, im Vorhinein anzufragen. Und ansonsten gilt wie immer im Leben: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück", empfiehlt der Profi.

Fotoserie: Das Reitsport-ABC

Falls jetzt ein Reitneuling schon den Ruf der "Prärie" zu vernehmen glaubt – dann sei vor übereilten Aktionen eindringlich gewarnt: "Reiten muss man unbedingt gründlich von Null weg erlernen." Der erste Schritt zu Trab und Galopp führt daher grundsätzlich in einen Reitbetrieb, und zwar in einen mit staatlich geprüften Reitlehrern. Riedl: "Unbedingt nachfragen, denn das ist leider nicht überall der Fall." Zehn bis 15 sogenannte "Longestunden" sollten am Beginn jeder Reitkarriere stehen: Dabei wird das Pferd an der "Longe", einer langen Leine, geführt und dem Schüler wird das kleine Einmaleins der Reitkunst beigebracht. Vom richtigen Sitzen im Sattel übers "Lenken", "Bremsen" und "Gasgeben".

Gspür fürs Tier

Dass man zum Reiten auch eine Menge Gleichgewichtsgefühl braucht, wird Anfängern bald bewusst. Und auch etwas Kraft – der Muskelkater am Tag nach der ersten Einheit dient als Beweis. Dies alles erarbeitet man sich in diesen ersten Stunden genauso wie das "Gespür" fürs Pferd. "Und das gelingt natürlich umso schneller, je öfter man reitet", weiß Trainer Harald Riedl: Wessen Zeitbudget es erlaubt, der sollte möglichst viele Reitstunden in kurzer Zeit absolvieren – vier pro Woche wären ideal. "So macht man schnellere Fortschritte, als wenn man nur ein- bis zweimal pro Woche übt." Freilich kommt es auch aufs Talent an, wie viele Longestunden man letztlich benötigt.

Ebenfalls noch in den ersten Unterrichtsstunden werden die grundlegenden Verhaltensregeln über den Umgang mit einem Pferd gelehrt. Zum Beispiel, wie man die Stimmung eines Pferdes erkennen kann, wie man mit ihm kommuniziert oder dass man sich dem Tier nie von hinten nähert. Ganz logisch, wenn man weiß, dass Pferde aus Sicht der Evolution "Fluchttiere" sind, mitunter erschrecken und mit unerwarteten Bewegungen reagieren. Was bei gut 800 Kilo Gewicht nicht ganz ungefährlich ist ...


Fakten

Das Reiten wurde in den letzten Jahren in Österreich zunehmend von den Tourismusanbietern entdeckt, was den Vorteil hat, dass es in fast allen Bundesländern schon Hunderte Kilometer schöne und gepflegte Reitwege gibt. Auch am Kartenmaterial mangelt es nicht, solches wird meist bei den Tourismusbüros der Länder bereitgestellt. Aber auch viele private Anbieter sind auf den reitenden Touristen spezialisiert.

Der Experte

Harald Riedl war Olympiastarter (2004 in Athen), vielfacher WM- und EMTeilnehmer und dreimaliger österreichischer Meister im Vielseitigkeitsreiten, arbeitet als Reitlehrer und -trainer im Reitstall Schloss Pichlarn.

Content by

toptimes wird SPORTaktiv – Österreichs größtes Aktiv-Sportmagazin startet mit neuem Titel durch und ist bei Intersport eybl, Intersport Austria, Sports Experts und im Abo verfügbar. Mehr interessante Sportstorys unter www.sport10.at/sportaktiv





Bergwetter

Zunächst scheint die Sonne länger und es ist daher auf den Bergen durchaus freundlicher. Im Laufe des Tages ziehen dann aber aus dem Südwesten Wolken auf und in der Folge steigt nach Westen hin auch das Regenschauerrisiko etwas an.

Bergwetter per SMS aufs Handy
 

Freizeitwetter

Vorhaben im Freien sind zunächst zumeist kein Problem und man sollte auch die Zeit nutzen. Später am Tag werden dann die Bedingungen langsam etwas unsicherer und der Blick zum Himmel dürfte daher nicht schaden.

Freizeitwetter per SMS aufs Handy
 

Aktiv Newsletter

Ob Winter oder Sommer: alles für Freizeitsportler und Ausflügler.

 

Ausflugs-Tipps

Kennen Sie ein idyllisches Badeplatzerl oder eine kleines Dorf-Museum? Schicken Sie uns Ihren Ausflugs-Tipp!

 

Buschenschank-Führer

APA

Ein Streifzug durch die besten Buschenschänken in der Steiermark.

 

Das große Fitness-ABC

APA/McFitness
 

Die Kleine Kinderzeitung

Die Kleine Kinderzeitung


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang