Elektro-Räder: Auf den Radweg oder nicht?
E-Bikes liegen im Trend. Damit entbrennt eine Diskussion um die Nutzung von Radwegen. Vorsicht ist bei illegalen Importen geboten.

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Die Kraft der Wadeln wird vom Motor unterstützt: Räder, auf denen man sich nicht abstrampeln muss, erfreuen sich steigender Beliebtheit.
Allein im Vorjahr nutzen 1911 Steirer die Förderung des Landes für den Kauf von Elektro-Rädern. Und die Zahl der E-Bikes wird weiter steigen, 2010 schießt das Umweltressort 20 Prozent der Kosten - maximal 500 Euro - zu.
Damit ergeben sich Fragen in puncto Verkehrsrecht, etwa: Gehören die motorisierten Zweiräder auf den Radweg? Was von Rad-Lobbys gefordert wird, ist nun zum Greifen nah: die Abschaffung der Radwegpflicht. Diese besagt, Radfahrer müssen einen Radweg nützen - sofern einer zur Verfügung steht - , ausgenommen sind Rennrad-Fahrer. Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder regte nun die Abschaffung des Gesetzes in Hinblick auf die E-Bikes an. Aus ihrem Büro heißt es: "Es handelt sich um ein Bundesgesetz, eine von Ministerin Bures eingerichtete Gruppe diskutiert das."
Das Argument, dass E-Bikes zu höheren Geschwindigkeiten und vermehrten Unfällen führen, lässt Gerfried Cebrat von der Forschungsgesellschaft Mobilität nicht gelten. "Das Gesetz besagt, dass sich der Motor bei 25 km/h abschalten muss und folglich blockiert. Hohe Geschwindigkeiten sind mit einem normalen Rad leichter zu erreichen." Ein Risiko ergebe sich aber für Ungeübte.
Vorsicht ist auch bei Geräten aus dem Ausland geboten: "Illegale Bikes aus China gehen auch weitaus schneller", warnt der Experte. Die Abschaffung der Radwegpflicht scheint ihm sinnvoll: "Wer sich auf dem Radweg wohler fühlt, kann ihn ja benutzen."
Inline-Skater dürfen Radwege übrigens nicht benutzen, gemischte Geh- und Radwege allerdings schon - Rücksichtnahme vorausgesetzt.















