Badespaß kennt kein Schlechtwetter mehr
Mit der innovativen und naturnahen Idee eines Allwetter-Seebades am Faaker See will der Ortsverschönerungsverein Drobollach punkten. Auch über Seewanderweg wird nachgedacht.

Foto © ZoreSie wollen am Faaker See was bewegen: Gerhard Stroitz, Elisabeth Dieringer-Granza und Anton Pirker vom Ortsverschönerungsverein Drobollach (von links)
Der Drobollacher Kinderhotelier Gerhard Stroitz zählt zu den besonders kreativen Köpfen seiner Zunft. Weil sein eigenes Haus, "Ginas Baby- und Kinderhotel" über keinen eigenen Strand am Faaker See verfügt, schuf Stroitz den kleinen Gästen ein Paradies auf dem Trockenen. "Trotzdem gehört das Baden im See zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen", sagt Stroitz, der auch die Obmannschaft im Ortsverschönerungsverein übernommen hat. "Es gab da ein altes Bootshaus der Gendarmerie, das hatte Liegeplätze für zwei Boote, ein Platz war allerdings immer frei." Dort planschten der heutige Hotelier und seine Freunde aus dem Dorf mit Vorliebe dann, wenn der Regen auf den türkisen Faaker See niederprasselte. "Wenn man badet, ist das Wetter eigentlich egal", meint er. Und auch die Temperatur des Wassers wäre nicht vorrangig. "Wir haben Gäste aus Deutschland, die gehen in ihren Breiten bereits baden, wenn es so um die 18 Grad hat."
Also spekulierte Stroitz weiter, konfrontierte seine Mitstreiter im Ortsverschönerungsverein mit der Vision und kann jetzt eine innovative und vor allem auch kostengünstige, zudem naturnahe Idee präsentieren: "Wir stellen uns ein Allwetter-Seebad vor. Der Faaker See könnte den Anfang machen, aber eigentlich ist so ein Projekt an jedem Kärntner See realisierbar." Überdachter Bade- und Liegebereich, Schwimmen jedoch im Seewasser. Im Sommer könnte man die Glasdächer zurückschieben.
Kärnten und auch die Region werben mit dem Erlebnis zwischen Berg und See. Das wäre eine austauschbare Stoßrichtung, die man ebenso in Tirol oder Salzburg umsetzen könnte. Stroitz: "Wir sind das einzige Bundesland mit echten Badeseen, das ist unser Vorteil, unser Alleinstellungsmerkmal. Der türkise Faaker See ist besonders beliebt." Stroitz hat die Idee ausgefeilt und weiterentwickelt: "Je nach Wunsch kann man einen Wellnessbereich dazubauen, eine mehr oder weniger aufwendige Gastronomie und vieles mehr." Im Drobollacher Strandbad könnte sich der Dorfmotor das Allwetter-Seebad gut vorstellen. Ab der Investitionssumme von zwei Millionen Euro wäre man, je nach Größe, mit dabei.
Parallel dazu denkt der Ortsverschönerer auch über einen Überwasser-Spazierweg von Drobollach zur Faaker-See-Halbinsel und weiter auf die Insel nach. "Das wäre eine attraktive Idee für die Aktion ,Kärnten wasserreich'."















