Golfen: Einsteigen leicht gemacht
Das Magazin "Konsument" hat Golfsets getestet. Fazit: es gibt preisgünstige Einstiegsmöglichkeiten, die Verarbeitung ist jedoch nicht immer sorgfältig.

Foto © Steiermark Tourismus/Schiffer
Nie zuvor war es einfacher, mit Golf zu beginnen – selbst Diskonter bieten mittlerweile billige Einsteiger-Sets. Eine Jahresmitgliedschaft im Golfklub samt Einschreibegebühr
kommt oft bereits günstiger als das Fitnesscenter und die jährlichen Zuwachsraten liegen bei etwa zehn Prozent. Grund genug für "Konsument", zehn Golfsets im
unteren Preissegment genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis: großteils "gute" und "durchschnittliche" Ergebnisse. Fünf Sets erwiesen sich als anfängertauglich.
Golfsets. Die getesteten Golfsets im Wert von bis zu 400 Euro verfügen über 10 bis 13 verschiedene
Schläger. Damit muss nicht alles, was man benötigt, mühsam selbst zusammengestellt
werden. Im Preis für ein Set enthalten ist zudem meist das Bag, das immerhin von 30 Euro
aufwärts kostet – Ausnahmen sind die Sets vom erstgereihten Dunlop ("gut") und dem
letztgereihten Silverline ("weniger zufriedenstellend"), bei denen keine Tasche inkludiert ist.
Test. Nicht nur Golfprofis waren beim Test am Werk, sondern auch ein Golf-Roboter kam zum
Einsatz, um Testkriterien wie Weite, Geschwindigkeit oder die Streuung der Schläge
vergleichbar zu machen. Die Ergebnisse sind durchaus passabel, die Hälfte der Sets erwies
sich zudem als anfängertauglich. Gute Beurteilungen gab es auch, was die Vibrationen beim
Schlagen betrifft – diese können den gefürchteten Golfarm verursachen. Lediglich die
Modelle von Voit und S.T.Y.X. sind in dieser Hinsicht nicht empfehlenswert. "Wer allerdings ohnehin nicht täglich am Rasen steht, wird auch hier keine Belastungen spüren", gibt
"Konsument"-Redakteur Bernhard Matuschak Entwarnung.
Alles durchprobieren. Bei manchen Modellen muss man aber den einen oder anderen Mangel in Kauf nehmen: So
war bei zwei Golfsets die Streuung der Schläger so stark, dass nicht einmal Profis ihre
Schläge präzise kontrollieren konnten. Bei zwei weiteren Modellen war beim Putter der Griff
derart verdreht montiert, dass ein vernünftiges Putten bei normaler Körperhaltung kaum
möglich ist. Matuschak rät für die Wahl des "richtigen" Golfsets: "Alle Schläger in Ruhe
durchprobieren. Bereits wenn man einen Schläger das erste Mal in der Hand hält, merkt
man, ob er einem zusagt. Je kürzer der Schläger, desto kopflastiger sollte er sich anfühlen,
die Griffstärke sollte so beschaffen sein, dass die Fingerspitzen beim Umfassen den
Handballen leicht berühren."
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Konsument-Ausgabe
Welche Golfsets gut abschneiden und weitere Tipps sind ab 24.7. in der August-Ausgabe von "Konsument" nachzulesen.














