IM TESTWie sich der Toyota C-HR im Dauerlauf schlägt

12.404 Kilometer mit dem Toyota C-HR Hybrid: eine Zwischenbilanz zum Thema Verbrauch.

Auffällig anders:Toyota zeigt beim C-HR-Design Mut © OLIVER WOLF
 

Hybrid ist das Schlüsselwort des japanischen Autoherstellers Toyota: Man hat die Kombination Verbrennungsmotor/E-Antrieb im Markt überhaupt erst salonfähig gemacht. Beim Designstück C-HR Hybrid steckt bewährte Prius-Konzerntechnik drin. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen sogenannten Plug-in-Hybrid, der auch an Ladestationen angesteckt werden kann und somit über größere elektrische Reichweiten verfügt. Das C-HR-System ist anders ausgelegt: Rein elektrisch wird nur auf kurzen Strecken gefahren. Die vielen Wechsel zwischen Verbrenner-, Elektro- und Verbrenner-Elektro-Modus verlaufen perfekt.

Modellvorstellung: Toyota C-HR

Beim C-HR geht Toyota beim Design eigene Wege: Sind die Modelle der Japaner sonst optisch eher zurückhaltend, klopft der C-HR in Sachen Styling ordentlich auf den Busch.

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Die Karosserie des Viertürers hat eine rautenförmige Grundstruktur, aus der die Radhäuser prägnant hervorstehen. Eine schwarze Schwellerverkleidung und erhöhte Bodenfreiheit tragen dem SUV-Erbe in der Promenadenmischung Rechnung.

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Verdeckte, an der C-Säule integrierte hintere Türgriffe und eine in den Heckspoiler übergehende Dachlinie prägen im hinteren Bereich das coupéartige Styling.

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Technisch basiert der C-HR wie auch der aktuelle Prius auf der neuen TNGA-Plattform der Japaner. Deren gute Straßenlage und ein direktes Einlenkverhalten sind Resultat der tiefen Schwerpunktlage dieser Konstruktion.

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Bestückt mit der jüngsten Generation des hauseigenen Hybridantriebs sollen die CO2-Emissionen des C-HR bei 82 bis 90 g/km liegen.

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Das System, bestehend aus dem 1,8-Liter-Benziner und einem Elektromotor, leistet 122 PS.

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Alternativ ist der C-HR auch mit dem neuen 1,2-Liter Benziner mit Turbolader und 115 PS erhältlich.

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Er ist wahlweise an ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder an ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe gekoppelt.

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Die CVT-Automatik kommt sowohl bei den Varianten mit Frontantrieb als auch bei Allradversionen zum Einsatz.

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Die Ausstattung des in der Türkei produzierten Toyota C-HR umfasst unter anderem das serienmäßige Sicherheitspaket Toyota Safety Sense mit Pre-Collision-System und Fußgänger-Erkennung, Spurhalteassistent, Fernlichtassistent sowie einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung.

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Es bedarf einer gewissen Lernphase, wie man mit dem System umgeht, um den besten Verbrauch herauszuholen. Dazu braucht man Gefühl: vor allem, weil das Gaspedal bei etwas stärkerem Druck den Verbrenner alarmiert. Das bedeutet letztlich, den sanften Gasfuß auszupacken. Rein elektrisch gehen sich ein paar Hundert Meter aus (Stadttempo), ehe der Verbrenner die Batterie lädt.

Die Kunst besteht aber vielmehr darin, mit dem Verkehr mitzusegeln, den Schwung auszunutzen, vorausschauend zu fahren. Da rollt der C-HR dann auch im höheren Tempo elektrisch mit, wenn man vom Gas steigt oder es nur ganz leicht antippt. Die Formel ist einfach: Steigert man die Elektro-Anteile in der Fahrstatistik, senkt man den Verbrauch.

Toyota C-HR Hybrid

Preis: ab 27.800 Euro.
Motor: 1,8-l-Hybrid e-CVT mit 122 PS Systemleistung; Hybridsystem: Drehstrom-Synchronmotor, Nickel-Metallhydrid-Batterie.
Antrieb: stufenloses Automatikgetriebe; Vorderradantrieb.
Verbrauch: 3,4 bis 6,6 l Schnittverbrauch.
Modelljahrgang 2018: Der Toyota C-HR kommt mit neuer Ausstattung und neuer Farbe. Der Toyota C-HR C-LUB ist eine Ausstattungsklasse über dem Einstiegsmodell C-ENTER angesiedelt: Innenraum komplett schwarz, eine neue Lackierung (rot) und viele Extras inklusive. Ab 25.500 Euro.

Mit diesen Erfahrungen kamen wir im letzten Drittel unseres Dauertests einem Idealwert sehr nah. Bestwert waren 3,4 Liter (hochgerechneter Verbrauch laut Bordcomputer) für eine kurze Stadtstrecke. Das war schon eine Ansage - freilich spielten die Umstände (langsamer bis stockender Verkehr etc.) eine Rolle. Rund um vier Liter Verbrauch sind mit viel Gefühl und Geduld im Stadtverkehr aber zu schaffen. Realistisch wird man sich beim Verbrauch im Stadt-Land-Mix rund um die fünf Liter auf 100 Kilometern einpendeln. Sein Revier sind Stadtverkehr und Landstraßen, mit gemäßigtem Tempo. Auf der Autobahn steigt der Verbrauch naturgemäß, hier kommt man mit dem Hybridsystem in den 6-Liter-Bereich.

Insgesamt nötigt die Performance sogar dem ADAC Respekt ab: „Der Toyota überzeugt auch im Schadstoffkapitel des EcoTests. Die Schadstoffanteile im Abgas sind ausgesprochen gering, wodurch der Toyota 49 von 50 Punkten in diesem Kapitel erreicht.“ Der C-HR schafft übrigens vier von fünf Sternen im ADAC-EcoTest.

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