Beschäftigung

Der Weg ist das Spiel

Vorfreude statt Langeweile. Lange Autofahrten sind grundsätzlich langweilig? Von wegen! Mit diesen Tipps und Tricks kommt man entspannt und gut gelaunt an den Urlaubsort.

Gute Stimmung auf der Urlaubsreise im Auto? Kein großes Problem! Es erfordert nur wenige Maßnahmen © Syda Productions
 

Natürlich weht die Vorfreude auf Sonne, Strand und Meer die Langeweile aus dem Auto wie eine kühle Brise, aber ewig hält die gute Stimmung einfach nicht an. Und hier geht es nicht nur um Quengeleien von der Rücksitzbank: Wer genervt und übermüdet Auto fährt, riskiert erst recht einen Unfall, da die Konzentrationsfähigkeit in solchen Momenten rapide sinkt. Daher gilt: Erst eine abwechslungsreiche Mischung aus Spielen und Pausen sorgt für Urlaubsfeeling schon auf der Anreise.

Regel Nummer eins: Die Lieblingsspiele und -filme der Kinder gehören natürlich zum Pflichtprogramm, sie müssen aber auch autotauglich sein, sprich auf der Rückbank ohne Tisch verwendet werden können. Mit Modellautos und Puppen kann man nicht viel falsch machen, das obligatorische Tablet als Mini-Kinoleinwand hat zwar einen hypnotischen Effekt, geht auf Dauer aber auf die Augen. Abgesehen davon kann man nicht den ganzen Fundus an bevorzugten Filmen und Serien mitnehmen. Ein paar Highlights sollte man sich für die Rückfahrt, aber auch für mögliche verregnete Tage im Feriendomizil aufheben.


Wichtig vor allem bei Einzelkindern: Immer wieder sollte sich ein Elternteil nach hinten setzen und gemeinsam mit dem Nachwuchs etwas spielen oder lesen. Die richtige Mischung ist bei der Spielewahl aber das Um und Auf. Als guter Ausgleich zu digitalen Medien gelten die guten alten Beobachtungsspiele. Und zwar nicht, weil sie Mama und Papa noch aus ihrer Kindheit kennen und gerne wieder einmal ausprobieren möchten: Beim Kennzeichenzählen, Tiereraten oder ähnlichen Beschäftigungen müssen die Kinder aktiv aus dem Fenster schauen, was den Vorteil hat, dass ihnen nicht so leicht schlecht werden kann.

Beschäftigen sie sich nämlich nur mit Büchern, Spielen oder Tablets, kommt es im Hirn oft zu einem Informationsstau. Über die Augen werden Informationen aufgenommen, der Körper bewegt sich aber nicht, obwohl der Gleichgewichtssinn eine Bewegung wahrnimmt. Die Folge: häufige Übelkeit, und die Vorfreude auf Sonne, Strand und Meer ist im Nu weggeweht. Ein körperlicher Umstand, den übrigens auch die Erwachsenen berücksichtigen sollten, vor allem auf kurvigen Straßen.

Und noch eine Empfehlung gibt es: Besonders lange Etappen legt man am besten in den Nachtstunden zurück. Die Temperaturen sind angenehmer, der Verkehr geringer, und Kinder können zumindest bei ruhiger Fahrt oft gut schlafen. Nur sollten das die Erwachsenen nicht, daher ist hier größere Vorsicht – auch für den Beifahrer – geboten, der generell seine Rolle als Entertainer nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Er hat fast so viel zu tun wie die Person hinterm Steuer, sollte navigieren, sich um die Radiosender und Getränke kümmern. Vor allem aber ist er der Entertainer, der sich zumindest um ein Gesprächsthema Gedanken machen sollte.

Das ist während der Fahrt wichtig

  • Damit die Luftqualität nicht sinkt, nach wenigen Minuten die Umluftfunktion der Klimaanlage wieder deaktivieren.
  • Die Klimaanlage nie zu kalt einstellen, das belastet den Kreislauf erheblich. 22 Grad gelten laut ADAC als optimal, als grobe Faustregel gilt aber: Höchstens zehn Grad unter der Außentemperatur einstellen.
  • Wenn es geht, Fahrten zwischen 12 und 15 Uhr vermeiden, da erreichen die Temperaturen ihren Spitzenwert.
  • Wenn keine Klimaanlage vorhanden ist, oder auf kurzen Strecken: Im besten Fall die hinteren Seitenscheiben öffnen. Somit gibt es keine direkte Zugluft für die Passagiere und die heiße, verbrauchte Luft wird durch den Fahrtwind hinausgesaugt.
     Viel trinken. Die Luft aus der Klimaanlage sorgt für trockene Schleimhäute. Drei Liter Wasser pro Tag sind ein gutes Maß. Verdünnter Fruchtsaft oder kalter Tee sind auch zu empfehlen, auf keinen Fall aber Soft- oder Energydrinks. Diese sind hochgradig zuckerhaltig und machen vor allem eines: durstig.
  • Wichtig hierbei: Getränke nie zu stark abkühlen. Der Körper reagiert auf kalte Getränke mit Hitze, ist die Klimaanlage jetzt auch noch zu stark aufgedreht, ist eine Verkühlung vorprogrammiert.