Autonomes Fahren

Selbständig. Bis Autos wirklich autonom fahren, vergehen noch Jahre. Aus technischen und rechtlichen Gründen.

Essenziell für autonom fahrende Autos: Kameras, die das gesamte Umfeld im Auge behalten © Daimler AG - Global Communicatio
 

1. Gibt es schon selbstfahrende Autos?
Fast. Neueste Systeme können schon selbstständig die Spur wechseln und ein- sowie wieder ausparken.

2. Ohne dass ich das Lenkrad berühre?
Bei den Parkmanövern ja. Die Fahrassistenten verlangen aber immer wieder, dass der Fahrer das Lenkrad berührt.

3. Wieso machen sie das?
Aus rechtlichen Gründen. Es handelt sich ja um Assistenzsysteme, die Verantwortung liegt also immer noch beim Fahrer. Hört er auf zu lenken, schalten die Systeme ab.

4. Aber das ist ja erst recht gefährlich!
Nein, sie kündigen es ja akustisch und optisch an.

5. Also ginge es technisch schon?
Auf einfachen Strecken theoretisch ja, wenn sie mit Radarkameras bestückt sind, die das Umfeld beobachten.

6. Es liegt also am Gesetzgeber?
Hauptsächlich, aber es gibt auch noch konstruktive Probleme. Die Kameras können durch Sonneneinstrahlung oder Regentropfen beeinträchtigt werden.

7. Aber wenn das geklärt ist, fährt mich das Auto überallhin?
Nein. Derzeitige Systeme können nur die Spur halten. Sie wissen nicht, wo man hinfahren möchte. Dazu bedarf es eines vollständig digitalisierten Straßennetzes – unvorstellbare Datenmengen, die von der Bordelektronik verarbeitet werden müssen.

8. Also ist die Technik noch nicht so weit?
Richtig. Vor allem im Stadtverkehr gibt es eine unfassbar große Fülle an Informationen. Bis ein Computer unterscheiden kann, ob das Objekt auf der Straße ein Mensch und keine Maus ist, vergehen noch 15 Jahre. Und dann werden wohl nur Überlandfahrten möglich sein.

9. Und wenn ich in der Stadt nicht selber fahren möchte?
Dafür gibt es bereits heute die besten Möglichkeiten: die Straßenbahn oder das Taxi.