E-Bikes

Ohne Qualen auf Pedalen

Radfahren, ohne dabei ins Schwitzen zu kommen? Mit E-Bikes kein Problem! Das mühelose Vorankommen ist nur ein Vorteil der elektrifizierten Drahtesel.

Mit dem Rad in die Arbeit, ohne ins Schwitzen zu kommen – mit E-Bikes kein Problem. Bei 25 km/h wird die Unterstützung abgeregelt. 45 km/h sind zwar auch möglich, nur muss das Fahrrad dann zum Verkehr zugelassen werden und bekommt wie ein Moped ein rotes Kenn­zeichen © Oliver Wolf
 

Steigung? Welche Steigung? Mühelos zieht man den Hügel hinauf, als wäre man fit für die nächste Tour de France. Rollt entspannt mit 25 km/h dahin, als ob Rückenwind ab Werk eingebaut wäre. Und bei all dem kommt man praktisch nie verschwitzt in der Arbeit an, was beim Abstrampeln mit Fahrrädern wirklich sehr unüblich ist. Außer es handelt sich um ein E-Bike – die Drahtesel mit der gewissen Portion Extrapower.

Wichtig hierbei: Mit Elektromopeds haben sie nichts gemeinsam, denn allein mit Strompower fahren diese Räder keinen Meter – nur wer in die Pedale tritt, kommt auch voran: „Im Prinzip handelt es sich bei diesen Modellen um ganz normale Touring- oder Mountainbikes, nur dass anstelle des Tretlagers ein Elek­tromotor verbaut ist“, erläutert Markus Winkler von Radsport Kotnik die Besonderheiten: Über ein auf dem Lenker montiertes Display wird der Ladestatus angezeigt, die E-Unterstützung reguliert man in mehreren Stufen, der Akku ist platzsparend direkt am Rahmen montiert und alles zusammen ergibt ein Zusatzgewicht von allerhöchstens neun Kilogramm.

Ein verlockendes Konzept. Doch worauf ist beim Kauf eines E-Bikes nun zu achten? „Immer nur ein Modell mit einem Mittelmotor nehmen. Dabei handelt es sich um robuste Getriebemotoren. Die Varianten mit Nabenantrieb halten weit weniger aus und haben auch bei der Traktion ihre Nachteile“, ergänzt Winkler. Sitzt besagter Nabenmotor nämlich auch noch am Vorderrad, kann das die Fahrt instabil machen, ganz zu schweigen von unguten Lenkeinflüssen.

Sind das die einzigen Unterschiede zwischen den E-Bike-Modellen? „Oh nein, es gibt fünf bis sechs Versionen, vom Touringrad bis zum Full-Suspension-Mountainbike. Und dann jeweils noch diverse Abstufungen mit unterschiedlichen Schaltungen, Bremsen, Rahmen- und Reifengrößen. Es ist für jeden Einsatzzweck also etwas dabei.“ Dass man sich trotz der riesigen Auswahl mit dem Kauf aber nicht zu viel Zeit lassen sollte, hat ganz andere Gründe: „Die Nachfrage ist dermaßen groß, dass die meisten Exemplare schon jetzt, zu Beginn der Rad­saison vergriffen sind.“

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