KULTKISTENZwischen Wankel und Mut

Die Produktion des Citroën GS Birotor lief nie auf Hochtouren. Wankelmotor hin oder her.

Der Citroën GS Birotor lief nur von 1973 bis 1975 vom Band © CITROEN
 

Felix Wankels Welt waren zwei Scheiben. Aber die Autowelt konnte der Erfinder des Kreiskolbenmotors nicht so recht erobern. Alleine die deutsche Firma NSU und die Japaner von Mazda machten sich auf diesem Gebiet nennenswert einen Namen. Aber dem Ruf des vibrationsarmen Triebwerks mit wenigen beweglichen Teilen und eleganter Drehmomententfaltung sind doch einige Hersteller mehr gefolgt - wenn auch nur kurz. Und so feierte Citroën 1973 auf der Frankfurter IAA die Premiere des GS Birotor.

Sein Zweischeiben-Wankelmotor leistete 105 PS und stammte aus einer Coproduktion mit NSU. Der laufruhige Motor sollte Citroëns ruppige Vierzylinder in der gehobenen Klasse ablösen, brachte es über 847 Stück im GS allerdings nicht hinaus. Denn wenn ein Wankelmotor etwas nicht wirklich gut kann, dann ist es sparsam sein. Und so war im Schatten der Ölkrise 1975 schnell wieder Schluss - Citroën versuchte, alle Birotor zurückzukaufen, um keine Ersatzteile für die Autos produzieren zu müssen. Deshalb sind nur ganz wenige GS dieser Art der Schrottpresse entgangen.

 

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