KULTKISTENHightech im Tweed

Selten wurde so fortschrittliche Technik unter einem so konservativen Blechkleid versteckt wie beim Rover P6.

Der Rover P6 (1963-1977) versteckte unter seiner konservativen Hülle technischen Fortschritt © ROVER
 

Der Rover P6 war britisches Understatement in Reinkultur. Nicht oft hat man als Ingenieur die Möglichkeit, bei der Entwicklung eines Autos auf einem weißen Blatt Papier zu beginnen. Und die Engländer machten etwas daraus: Zum Menü der technischen Schmankerl - gemessen an den frühen 1960ern - vier Scheibenbremsen und eine DeDion-Hinterachse. Wie bei der Citroën DS konnte man die Karosseriebleche wie Kotflügel, Hauben und Dach leicht abnehmen.

Bemerkenswert war die Verwendung von rostfreiem Stahl anstelle von verchromten Anbauteilen, Motorhaube und Kofferraumdeckel bestanden aus einer Aluminiumlegierung. Selbst in Sachen Sicherheit war der P6 mit Gurten an jedem Sitzplatz und einer beim Aufprall abknickenden Lenksäule ganz vorne dabei. Zunächst war die Limousine mit Vierzylindern zu haben, aber die ungewöhnliche vordere Radaufhängung mit Umlenkarmen und horizontalen Schraubenfedern ließ im Motorraum Platz für einen 3,5-Liter-V8. Mit seinem Marktstart 1963 wurde er volley zum ersten "Auto des Jahres" gewählt.

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.