ELEKTROMOBILITÄTKia setzt den Niro unter Strom

Kia stellt auf der CES die Studie des Niro EV ins Rampenlicht und hat bis 2025 16 elektrifizierte Modelle angekündigt.

Die Studie des Kia Niro EV © KIA
 

Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas, kurz CES, hat Kia die Studie Niro EV gezeigt. Die Elektroversion des kompakten Crossovers hat einen 150 kW starken E-Motor, der seine Energie aus einer Lithium-Polymer-Batterie bezieht, deren hohe Kapazität (64 kWh) dem Niro EV eine Reichweite von bis zu 383 Kilometern gibt. Zu den auffälligen äußeren Elementen gehört ein interaktives Displayelement mit moderner Lichttechnologie anstelle des traditionellen Kühlergrills. In der Seitenansicht ist das Konzeptfahrzeug mit Crossover-Silhouette, höhergelegter Karosserie und breiten C-Säulen deutlich an das aktuelle Serienmodell angelehnt.

Im Innenraum steht eine neue Benutzerschnittstelle im Vordergrund. Über ein ins Lenkrad integriertes Bedienfeld lassen sich das Infotainmentsystem und die Klimaanlage durch Touch-Gesten steuern. Darüber hinaus ermöglicht die Schnittstelle, sich per Gesichts- und Spracherkennung im Fahrzeug „einzuloggen“. Die von Kia und Amazon Web Services entwickelte Zugangstechnologie aktiviert nach dem Log-in die für die jeweilige Person gespeicherten Fahrzeugeinstellungen.

Ein Klangerlebnis der besonderen Art bietet das Zwei-Zonen-Soundsystem, dessen acht Lautsprecher in die Kopfstützen integriert sind. Es ermöglicht den Insassen vorn und hinten gleichzeitig unterschiedliche Musik oder Podcasts zu hören. Dieses von Kia selbst entwickelte „Separate Sound Control System“, das störende Klänge aus der anderen Sound-Zone per Noise-Cancelling-Technologie neutralisiert, könnte in künftigen Serienmodellen zum Einsatz kommen.

Das aufgrund seines Elektroantriebs sehr leise Konzeptfahrzeug verfügt über eine weitere akustische Innovation: ein Active Pedestrian Warning System (APWS) mit Lautsprechern an der Fahrzeugfront. Das System erkennt per Kamera Fußgänger und Radfahrer, die vor dem Niro EV die Fahrbahn kreuzen, und macht sie bei Bedarf durch ein Warnsignal auf das Fahrzeug aufmerksam.

Autonomes Fahren ist natürlich auch ein Thema: So will Kia ab 2019 breit angelegte Flottentests für autonome Fahrfunktionen auf öffentlichen Straßen durchführen. Der erste kommerzielle Einsatz dieser Technologien soll 2021 im Rahmen eines „Smart City“-Pilotprojekts erfolgen, bei dem Fahrzeuge des Autonomie-Levels 4 in Städten mit entsprechend intelligenter Infrastruktur verkehren werden. Zudem plant Kia, bis zum Jahr 2025 in allen Segmenten Fahrzeuge mit modernen Konnektivitätstechnologien anzubieten. Bis 2030 soll jedes neue Kia-Fahrzeug vernetzt sein.

Zugleich setzt Kia den Ausbau seiner alternativ angetriebenen Modellpalette fort. Bis 2025 will der Hersteller die Anzahl elektrifizierter Fahrzeuge auf insgesamt 16 Modelle erweitern, darunter fünf neue Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, fünf neue batteriebetriebene Modelle sowie ein Brennstoffzellenfahrzeug für den Massenmarkt, das 2020 eingeführt wird.

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Danke für Ihr Verständnis.

tannenbaum
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Meine Beobachtung

Gestern am späten Nachmittag, fast finster, habe ich einen Tesla S gesehen. Unbeleuchtet, Fahrer und Beifahrer mit Jacke, Haube und Handschuhe dick vermummt ! Muss echt angenehm sein, mit so einer Karre bei widrigen Wetterbedingungen unterwegs zu sein! Wahrscheinlich schon knapp bei Strom! Hoffentlich haben sie wenigstens den Scheibenwischer noch ab und zu einschalten können! Soviel zur Sinnhaftigkeit solcher Elektoautos!

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ylvie12052013
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so werden aber auch

keine Ressourcen unnötig verschwendet. Mit einem Verbrenner kann ich immer Vollgas geben und heize. Da muss ich mir keine Gedanken über solche Sachen machen, Öl gibt es ja schließlich unendlich.

Bin schon gespannt wer sich auf diesen Kommentar jetzt wieder über die Produktion und dem Recycling der Akkus melden.

Aber es ist immer wieder interessant das in den Kommentaren immer nur die Marke Tesla erscheint. Für Menschen die keine Elektroauto haben, muss es so aussehen als ob es sonst keine alternativen gibt.

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scionescio
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@Wickie: Welche Alternativen gibt es den am Markt, mit denen ich unter günstigen Umständen von Graz nach Wien fahren kann?

Wobei ich ihnen Recht gebe: Tesla ist auch keine Alternative, sondern ein überteuertes Spielzeug für uninformierte Angeber, die unter dem Deckmäntelchen Umwelt ihrem Spieltrieb beim Beschleunigen nachgehen können - und für die restlichen 99% der gefahrenen Kilometer dafür so wie von @Tannenbaum beschrieben aber büßen müssen und sich dabei lächerlich machen.

Es freut mich, dass die Problematik bzgl. Umweltschädlichkeit von Akkus schon bei ihnen angekommen ist;-)

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ylvie12052013
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zb. die öffentlichen Verkehrsmittel..

Für mich ist es auch immer wieder interessant wie viele Menschen von Graz nach Wien fahren oder aber auch in den Urlaub nach Kroatien oder Italien... ein Wahnsinn, in Wien müssen so viele Grazer arbeiten die jeden Tag hin und der Pendeln oder es arbeitet in Graz keiner und fährt immer auf Urlaub. Normalos gibt es anscheinend in Graz nicht.

Eines ist klar, E-Mobilität ist nicht das Allheilmittel. Die Kritiker verstehen das aber nicht und machen die Sache einfach schlecht. Ich selbst wohne am Land und komme mit meinen 100km Reichweite, die ich derzeit schaffe, ohne Heizungseinschränkungen aus. Nur vorab, ich fahre Privat und aber auch Geschäftlich mit meinem E-Auto und es ist kein Tesla

Einfach nur lächerlich diese Diskussionen.

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scionescio
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@Wickie: einfach nur lächerlich sein eigenes Bedarfsprofil zum allgemeinen Maßstab zu erklären ...

... wenn ich im Speckgürtel im Eigenheim mit PV am Dach wohne und 30km zu meinem Arbeitsplatz pendle, mag ein Stromer als Zweitauto, abgesehen vom Sondermüll Akku, eine überlegenswerte Alternative sein.

Aber was soll der überwältigende Rest damit anfangen?

Ich finde es zB besser mit einem Auto auszukommen, als mir ein Zweitauto für längere Strecken und ein Drittauto, wenn die ganze Familie mit soll und ein Viertauto, wenn ich etwas transportieren möchte, ... es gibt nichts, was die Umwelt mehr belastet, als ein neues Auto, unabhängig von der Technologie, zu bauen - die Umweltbelastung durch den Betrieb ist da vergleichsweise eher gering. Wer also schon ein fahrtüchtiges Fahrzeug besitzt und sich jetzt einen Stromer trotz ungeklärtem Recycling zulegt, schadet der Umwelt in Summe gesehen sehr ... nur so als Denkanstoß;-)

Blinder und unkritischer Fanatismus ohne Basiswissen ist nie gut - völlig unabhängig davon, worin oder wofür dieser Fanatismus besteht ...

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ylvie12052013
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verstehe Ihre Aussagen nicht ganz...

denn Sie reden vom Rest und verallgemeinern ihre Aussagen aber selbst:
- Tesla Fahrer sind uniformierte Angeber, sind das dann nicht auch Porsche Fahrer? Achja die fahren ja nicht elektrisch...
- Sie suchen nach EINER alternative für die kostengünstige Fahrt nach Wien, SIE vergessen aber hier den Rest...

PV habe ich zwar keine am Dach und es sind weniger als 30km.

Wenn Sie meinen Kommentar nochmal durchlesen können Sie lesen das ich die E-Mobilität nicht als Allheilmittels sehe. Ich bin mir auch bewusst das es nichts für jeden etwas ist.
Sie reden von blindem und unkritischen Fanatismus, und sind selbst aber das beste Beispiel, aber egal!

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