ELEKTROMOBILITÄTMercedes macht den GLC zum Brennstoffzellenfahrzeug

Mercedes will das SUV GLC mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen.

Einblicke in die Entwicklung und Erprobung des Mercedes GLC F-CELL © DAIMLER
 

Bei den Stuttgartern hat man schon mehrere Generationen mit Brennstoffzellenfahrzeugen – aber wenn es um die Serienreife geht, haben Hyundai, Toyota und Honda die Deutschen längst überholt. Was aber nicht bedeutet, dass Mercedes die Technologie zu den Akten gelegt hat. Auf der IAA in Frankfurt hatten die Sterndeuter nämlich ein Vorserienfahrzeug am Messestand. Die nächste Generation Brennstoffzellenantriebs entsteht auf Basis des SUV GLC und kombiniert Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu einem Plug-in-Hybrid. Die Serienfertigung werde gerade vorbereitet, heißt es, denn das umfangreiche Testprogramm hat er bereits absolviert.

Eine entscheidende Rolle beim GLC F-Cell spielt das Brennstoffzellen-Kompetenzzentrum Nabern östlich von Stuttgart. Die Entwickler verbrauchten im Rahmen der Tests seit 2015 rund 200 Tonnen Wasserstoff. Als „Abgas“ wurde dabei ausschließlich Wasserdampf emittiert – insgesamt waren dies 1800 Tonnen.

Neue Modelle: Mercedes GLC Coupé

Mercedes GLC Coupé

Die Konkurrenz aus München ist bereits bei der zweiten Auflage des X6 angekommen und der kompakte X4 hat auch schon ein Weilchen auf dem coupéhaften Buckel – jetzt hat Mercedes den Trend zum Crossover-SUV auch voll aufgegriffen.

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Mercedes GLC Coupé

Erst mit der Coupé-Variante des GLE, jetzt mit dem GLC. Das neue GLC Coupé überträgt die Formensprache des Showcars, das Mercedes 2015 in Shanghai zeigte, beinahe unverändert in die Serie.

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Mercedes GLC Coupé

Es misst in der Außenlänge 4,73 Meter, ist 1,60 Meter hoch und hat einen 2,87 Meter langen Radstand. Damit ist das Coupé knapp acht Zentimeter länger und rund vier Zentimeter niedriger als der GLC, mit dem es die Grundarchitektur teilt.

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Mercedes GLC Coupé

Dennoch ist der Laderaum mit einem Volumen von 491 bis 1205 Litern ordentlich. Und die Platzverhältnisse im Front- und Fondbereich rangieren auf ähnlich hohem Komfortniveau wie beim GLC. Einstiegshöhe, Schulterraum, Ellbogen- und Beinfreiheit sind identisch. Deutliche Hinweise auf die SUV-Gene geben die optional verfügbaren Trittbretter.

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Mercedes GLC Coupé

Serienmäßig bietet das neue GLC Coupé ein Sportfahrwerk Dämpfern mit fünf Fahrprogrammen und eine Direktlenkung. Beim Fahrwerk gibt es die Wahl zwischen Stahlfederung mit verstellbarer Dämpfung oder der optionalen Mehrkammerluftfederung.

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Mercedes GLC Coupé

Das Coupé steht in insgesamt acht Varianten parat: Kunden haben die Wahl zwischen vier Dieselantrieben und vier Benzinern, darunter ein Plug-in-Hybrid sowie eine AMG-Version.

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Mercedes GLC Coupé

Den Einstieg bilden die Vierzylinder-Dieselmodelle GLC 220 d und GLC 250 d 4Matic mit einem Leistungsspektrum von 170 bis 204 PS sowie der Vierzylinder-Benziner GLC 250 4Matic mit 211 PS.

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Mercedes GLC Coupé

Die Markteinführung startet im Herbst mit diesen Motorisierungen, bereits Ende 2016 folgen weitere Modelle.

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Mercedes GLC Coupé

Darunter befindet sich mit dem GLC 350 e 4Matic Coupé auch einen Plug-in-Hybrid, der mit einer Systemleistung von 320 PS auf dem Papier einen CO2-Ausstoß von 59 bis 64 g/km realisiert.

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Mercedes GLC Coupé

Mehr als 30 km kann das SUV-Coupé rein elektrisch fahren. Am anderen Ende des Spektrums klotzt die AMG-Variante GLC 43 4MATIC, dessen V6-Biturbomotor 367 PS leistet und den Wagen in weniger als fünf Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt.

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Nachdem die ersten Prototypen fahrbereit waren, begann die Sommer- und Winterfahr-Erprobung des GLC. Gefahren wurde beispielsweise auf Testgeländen in Spanien, Schweden und Deutschland. Die Straßenerprobung führte die Testteams auch in die Sierra Nevada und in die heimischen Mittelgebirge Schwäbische Alb und Schwarzwald. Zum Versuchsprogramm gehören über 500 Einzeltests, neben Standardprogrammen für alle Fahrzeuge auch spezielle für den elektrischen Antrieb, die Brennstoffzelle und das Zusammenspiel aller Antriebskomponenten.

Modellpflege: Mercedes-AMG GLC 63 4Matic

Erstmals ist im Hause Mercedes auch ein Mid-Size-SUV mit dem Achtzylinder-Biturbo aus dem Hause AMG in zwei Leistungsstufen zu haben. Der 4-Liter geht ab Herbst im GLC 63 sowie in der Coupévariante vor Anker: Mercedes-AMG GLC 63 4Matic+ nennt sich das Ganze dann.

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Als erstes Fahrzeug unter dem Label Mercedes-AMG trägt der GLC den Panamericana-Grill, der bislang dem AMG GT vorbehalten war. Breitere Radläufe vorn und hinten betonen den starken Auftritt.

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Die neuen Seitenschwellerverkleidungen senken SUV und Coupé optisch ab und strecken die Gesamtlinie. Das muskulöse Heck wird von der breiten Heckschürze und dem Diffusor in schwarz genarbt dominiert. Zwei hochglanzverchromte, eckige Doppelendrohrblenden bilden den Abschluss der Abgasanlage.

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SUV und Coupé sind als Basis- sowie S-Variante mit 476 oder 510 PS erhältlich, das maximale Drehmoment beträgt 650 oder 700 Newtonmeter.

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Die Beschleunigung von null auf 100 km/h absolviert das Topmodell in 3,8 Sekunden, der kleine Bruder ist zwei Zehntel langsamer. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei beiden elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

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Die Kraft wird von AMGs flottem 9-Gang-Getriebe verwaltet. Und natürlich haben die Kraftlackel auch Allradantrieb. Schon der serienmäßige Klappenauspuff huldigt dem V8-Sound, optional gibt’s noch eine Performance-Abgasanlage.

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Mit den vier Fahrprogrammen „Comfort“, „Sport“, „Sport Plus“ und „Individual“ kann der Fahrer die Charakteristik der Geschwister beeinflussen. Dabei werden wichtige Parameter wie das Ansprechverhalten von Motor, Getriebe, Fahrwerk, Lenkung, ESP und Allradantrieb modifiziert.

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Unabhängig davon den kann der Fahrer per „M“-Taste direkt in den manuellen Modus wechseln, um ausschließlich über die Lenkradschaltpaddles zu schalten. Ebenso können auch die Härte der Luftfederung und des Fahrwerks bei Bedarf extra angewählt werden.

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Für die S-Version gibt es noch das zusätzliche Fahrprogramm „Race“: Hier sind alle Parameter auf maximale Performance getrimmt.

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Zur Verbesserung von Traktion und Fahrdynamik hat der GLC 63 4Matic+ ein mechanisches Hinterachs-Sperrdifferenzial, das Topmodell ein elektronisches Hinterachs-Sperrdifferenzial, die jeweils mit dem Drei-Stufen-ESP vernetzt sind.

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Die Wasserstofftanks sind im aufprallgeschützten Bereich zwischen den Fahrzeugachsen eingebaut und erhalten zusätzlichen Schutz durch einen um die Tanks gelegten Hilfsrahmen. Für den Fall eines Crashs wurden weitere umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, wie zum Beispiel ein mehrstufiges Ventilsystem sowie spezielle elektrische Schutzschaltungen zur Absicherung des Hochvolt-Netzes. Die Vorserienmodell und früheren Wasserstofffahrzeugen durchgeführten Crashtests zeigen, dass ein vergleichbares Sicherheitsniveau wie bei konventionellen Fahrzeugen erreicht wird. Mehr verrät Mercedes zur Technik im GLC noch nicht.

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