ELEKTROMOBILITÄTDas ist Hyundais neues Brennstoffzellen-SUV Nexo

Hyundai hat die zweite Generation ihrer Wasserstoff-Elektrofahrzeugs auf der CES in Las Vegas präsentiert.

Hyundais neues SUV mit Brennstoffzellenantrieb © HYUNDAI
 

Hyundai hat sich das Thema Brennstoffzellenantrieb groß auf die Fahnen geheftet und die japanische Konkurrenz mit dem ersten Wasserstoff-Serienfahrzeug ausgebremst. 2018 bringen die Koreaner bereits die zweite Generation auf den Markt, die dem ix35 Fuel Cell nachfolgen soll und die unter dem Namen Nexo FCV läuft.

Unter dem Blech des noch namenlosen SUV arbeitet die vierte Generation der hausintern entwickelten Brennstoffzellentechnologie. Durch die Verbesserung der Leistung des Onboard-Kraftwerks, der Reduzierung des Verbrauchs und die Optimierung der Schlüsselkomponenten wird die Effizienz des Fahrzeugs im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert.

Das neue SUV verfügt über einen Wirkungsgrad von 60 Prozent, was einem deutlichen Anstieg gegenüber den 55,3 Prozent des Vorgängers entspricht. Mit einer verbesserten Systemeffizienz erzielt das neue Modell mit einer einzigen Ladung eine Reichweite von 800 Kilometern.

Das neue Modell hat eine Leistung von 163 PS, das sind 20 Prozent mehr als beim Vorgänger. Darüber hinaus wurden die Kaltstartfähigkeiten für Temperaturen von bis zu minus 30 Grad deutlich verbessert. Die nächste Generation des Wasserstoffspeichers hat signifikante Fortschritte bei der Lagerung und Betankung gemacht: Der Treibstoff wird nun in drei gleichgroßen Tanks gespeichert statt wie bisher in zwei mit unterschiedlichen Größen.

Bis 2021 wollen die Koreaner 14 elektrifizierte Modelle bringen. Die Elektro-Version des SUV Kona mit rund 400 Kilometern Reichweite ist eines von vier batterieelektrischen Fahrzeugen, dazu kommen fünf Hybride, vier Plug-in-Hybride und der Brennstoffzellenstromer. Nach dem Jahr 2021 sei ein E-Auto geplant, das bis zur nächsten Aufladung 500 Kilometer fahren könne.

Kommentare (6)

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CuiBono
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Bravo Hyundai

und auch allen anderen Herstellern, die den Mut haben, die Brennstoffzellen-Entwicklung voranzutreiben.
Daimler (Mercedes,...) ist da einer davon. Volvo ist auch sehr engagiert. Die VW-Gruppe hinkt da glaub ich hinten nach. Von den Franzosen, Italienern, Amis, Fernostler,... weiss ich gar nix, werden die Entwicklung aber wohl auch nicht ignorieren können.

Reine E-Dinger werden nur als Kleinfahrzeuge und im Kurzstreckenverkehr ihre Berechtigung finden.

Die mehr als bemühten Bemühungen E-Fahrzeuge in Serie zu bringen erinnern mich an den in trautem Einvernehmen von Industrie und Politik oktroierten Wechsel auf die quecksilbergiftigen Energie"spar"lampen.
Unnötig wie ein Kropf, ein Irrweg - um es gelinde zu sagen.

Mittel- und Langstrecke, Schwerverkehr- und Baustellenfahrzeuge haben nur mit H2-Brennstoffzellen eine saubere Zukunft.

Diese Technologie ist ausgereift und serienreif (was die laufende Weiterentwicklung die es ja auch bei den Fossilienverbrennern gibt, nicht ausschließt), es geht nur mehr um die Umsetzung.

Mit derzeit drei oder sind es sogar vier H2-Tankstellen in ganz Österreich kann das allerdings dauern.
Hier schlafen Industrie, Handel und Politik.
Warum?
Wem nützt das wohl?

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Elli123
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Brennstoffzellen..

für die Wasserstoffherstellung soll ein enormer energetischer Aufwand erforderlich sein....auch nicht gerade sehr umweltgerecht.

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scionescio
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@Elli: dieser enorme energetische Aufwand in Zahlen ausgedrückt würde mich sehr interessieren ...

... vor allem in Relation zur Erzeugung von Akkus, Erzeugung von Strom, den Verlusten beim Verteilen von Strom, den Verlusten beim Laden der Pufferakkus bei den Ladestationen, den Verlusten beim Laden von Akkus, der energetische Aufwand um die verbrauchten Akkus nach Afrika zum Verbrennen zu bringen ...

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scionescio
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Teslas-Ende wäre ein passender Name ...

... wenn die Infrastruktur stimmt, ist so ein Fahrzeug im Gegensatz zu den sehr problematischen Akku-Stromern eine echte Alternative: gute Reichweite, sehr kurze Tankzeiten, kaum höheres Gewicht und hinten tropft nur Wasser raus;-)
Wenn Tesla nicht durch sein unverantwortliches Vorpreschen mit unausgereifter, unsicherer Technologie und falschem Konzept, gestützt von halbwissenden Politikern und Medien, die Autohersteller gezwungen hätte, jetzt sinnlos in eine sehr problematische Zwischentechnologie (Akkus als Energiespeicher) zu investieren, wären wir insgesamt einer nachhaltigen Lösung (E-Motor plus effizientem und umweltschonendem Energiespeicher nebst passender Infrastruktur) des Mobilitätsproblems schon viel näher.

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Kristianjarnig
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Stimme Ihnen voll und ganz zu.

Allerdings vergessen Sie das mit der Brennstoffzelle eben viel zu wenig Geld/Steuern ergattert werden können was den Fokus der Politik auf fossile Brennstoffe bzw. Akkus erklärt.

Mit beidem steht die Staatskasse nun mal gut da, mit Brennstoffzellen wird es vermutlich um einiges Schwieriger. Oder will man eine Steuer(eine noch höhere als es bereits gibt) auf Wasser einführen.

Die Brennstoffzellentechnik ist interessant für den Endverbraucher, für alle davor eher nicht(ich wünsche Hyundai sowie den Japanern trozdem alles gute mit der Technik, wir könnten weiß Gott eine gute und nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen sowie Akkutechnik brauchen).

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ww100
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Danke

für das ausgezeichnete Kommentar.
Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. Die PEM-FC ist die Zukunft, da kann die Akkufraktion einpacken.

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