In Graz fehlen Sternsinger
In manchen Pfarren gibt es zu wenige Sternsinger, um alle Gebiete abzudecken. Daher half gestern eine Landgruppe aus Gnas in Graz aus.

Foto © Sabine Hoffmann
Die Sternsingeraktion in Graz läuft zwar sehr gut, aber dennoch können nicht alle Gebiete in Graz abgedeckt werden", weiß Claudia Pein von der Dreikönigsaktion.
Das liegt vor allem daran, dass die urbanen Gebiete "unglaublich riesig und mit langen Wegen verbunden sind, die manche Pfarren nicht bewältigen können", sagt Pein. In Graz gäbe es "unglaublich viele Haushalte und vor allem auch sehr große Wohnhäuser, für die Sternsinger bis zu einen halben Tag brauchen". Abhilfe schaffte gestern ein Mädchenquartett aus Gnas. Helena, Martina, Annika und Linda reisten zeitig in der Früh an und halfen in Graz-Liebenau aus.
Entstanden ist die Idee aber auch, weil sich die zwölfjährige Linda in ihrer Heimatgemeinde zwar anmelden, aber wegen der vielen Interessenten keinen Sternsinger-Platz mehr ergattern konnte. In der Stadt hingegen gibt es mancherorts zu wenige Sternsinger, sodass nicht ganz Graz abgedeckt werden könne. "Mit dieser Aktion wollen wir Solidarität unter den Sternsingern zeigen", betont Pein, die auch überlegt, wie man es in Zukunft forcieren kann, dass Landgruppen bei Bedarf in der Stadt aushelfen. Es käme vor allem darauf an, dass Pfarren zusammenarbeiten und Eltern damit einverstanden sind.
Städtische Besonderheiten
Beim Schnuppern in der Stadt haben sie auch neue Erfahrungen gemacht: "Am Land ist es normal, dass immer jemand zu Hause ist. Dort leben oft Generationen unter einem Dach, sodass auch mal die Oma aufmacht, wenn die Jungen weg sind. In Graz sind wir oft an Wohnungen vorbeigekommen, wo keiner daheim war." Aber es gab auch viel positive Resonanz: "Alle Leute, denen wir begegnet sind, haben sich total gefreut, dass wir vorbeigekommen sind."
Doch bei der Sternsingeraktion zählt nicht nur der Brauch, sondern auch das Spenden. Heuer werden schwerpunktmäßig die Philippinen unterstützt. Und das liegt auch Pein besonders am Herzen: "Ich habe dort selbst schon zwei Mal einen Taifun miterlebt und weiß, wie es ist, wenn man da hineingerät. Doch ich hatte das Glück und konnte wieder nach Hause. Bei solchen Unglücken trifft es immer die Ärmsten, diejenigen, die schon am wenigsten haben."














