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Zuletzt aktualisiert: 29.12.2011 um 20:36 UhrKommentare

Sterntaler für Sternsinger

Die Sternsinger sind wieder unterwegs und bringen Lieder und Sprüche als Gaben. Von vielen werden sie dabei schon ungeduldig erwartet.

Foto © Marija Kanizaj

Wie aufgefädelt stehen die Weihrauchdosen auf dem Tisch. Und auch die Kreidestifte liegen fein säuberlich geordnet da. Pastoralassistent Peter Baumann hat alles für den großen Tag vorbereitet. Denn ein solcher ist es für jene 113 kleinen und zwölf großen Könige, die die kommenden drei Tage in Ilz und Ottendorf die Botschaft von der Geburt Christi verkünden und für Menschen in Not sammeln. "Besonders gut gefällt mir am Sternsingen das Verkleiden, das Singen, aber auch das Sammeln von Spenden für Menschen in Not", erzählt Sabrina. Die Neunjährige geht zum zweiten Mal mit, heuer als Balthasar.

Doch nicht nur die Mädchen und Buben freuen sich auf das Sternsingen. Gleich beim ersten Halt wird Sabrinas Gruppe herzlich begrüßt: "Griaß eich!" Noch ein bisschen leise kommen Lieder und Sprüche über die Lippen. Doch der Besuchte ist zufrieden: "Das war ja eine gelungene Generalprobe." Nachdem der Segensspruch "C-M-B" - Christus segne dieses Haus - auf die Holztür geschrieben ist, verabschiedet man sich. Das erste der rund 35 Häuser, die die kleinen Könige an diesem Tag besuchen wollen, liegt damit hinter ihnen. "Wir stellen für die Kleineren kleinere Touren zusammen", erklärt Pastoralassistent Baumann. Er wolle nicht, dass die Kinder übermüdet seien und schließlich keine Lust mehr am Sternsingen haben. Darum gibt es in der Gruppe auch zwei Melchiore, Matthias und Lukas. Gemeinsam schafft man das Pensum besser als alleine. Dafür sorgen auch die Süßigkeiten, die den Kindern zugesteckt werden: Schokolade und Kekse - angefangen von Vanillekipferln bis zu Sterntalern.

Doch die Sternsinger haben auch viel zu geben: So werden sie beim nächsten Haus schon von einem älteren Ehepaar erwartet. "Toll seid ihr, danke vielmals", freut sich die Frau und erkundigt sich, welches Kind sich hinter welchem König verberge. Als Zugabe gibt es "Oh Jubel, oh Freud'". Der Frau steigen Tränen in die Augen.

"Bei uns wissen die Leute noch, welche Bedeutung die Sternsinger haben", weiß Begleiterin Ingrid Annerer aus ihrer Erfahrung. Rund 20 Mal ist sie schon bei der Sternsinger-Aktion dabei - früher als Kind und Jugendliche als König, heutzutage als Begleitperson. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, werden die Termine auch im Pfarrkalender angekündigt. Organisator Baumann will mit dem Sternsingen, das seit 1954 von der Katholischen Jungschar initiiert wird, die Tradition aufrechterhalten. Aber: "Sie muss gefüllt werden mit Freude und Sinnhaftigkeit."

MONIKA SCHACHNER

Infos

Bis 6. Jänner sind die Sternsinger in der ganzen Steiermark unterwegs. Das gesammelte Geld kommt heuer etwa den Opfern der Flutkatastrophe auf den Philippinen zugute.

Spenden: Dreikönigsaktion, Konto 304.501, BLZ 38.000.

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