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Zuletzt aktualisiert: 26.11.2010 um 19:32 UhrKommentare

Rätselhafter Advent

Die Kleine Zeitung beantwortet elf Fragen zur Adventzeit. Mit ihr ist vielfältiges Brauchtum verbunden.

Foto © APA

1. Was bedeutet eigentlich "Advent"?

Das aus dem Lateinischen stammende Wort "Advent" bedeutet Ankunft.

2. Warum gibt es vier Adventsonntage?

Die Dauer der Adventszeit hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Im 7. Jahrhundert legte Papst Gregor der Große die Zahl der Adventsonntage auf vier fest. Nur in der Erzdiözese Mailand werden sechs Adventsonntage gefeiert.

3. Was ist die Botschaft der vier Adventsonntage?

Der Erste die Ankunft des Menschensohnes, der Zweite den Ruf zur Umkehr und die Taufe, der Dritte die Frage nach dem Messias und Johannes als Wegbereiter Jesu und am vierten Sonntag Josefs Traum mit der Ankündigung der Geburt Jesu durch das Wirken des Heiligen Geistes.

4. Warum tragen die Priester im Advent ein violettes Gewand?

Die Adventszeit ist eine Buß- und Vorbereitungszeit. Das drückt sich in den violetten Messgewändern aus.

5. Was bedeutet der Ausdruck "Rorate-Messen"?

Die "Rorate-Messen" sind Advent-Gottesdienste früh am Morgen, bei denen der Kirchenraum meist nur durch das Kerzenlicht erhellt wird. Im Mittelpunkt steht die Gottesmutter Maria.

6. Woher kommt der Adventkranz?

Sein Ursprung liegt in einem Lichterkranz mit 24 Kerzen, mit dem der deutsche Theologe und Pädagoge Johann Heinrich Wichern Waisenhauskindern die Wartezeit auf Weihnachten verkürzen wollte.

7. Was bedeuten die Farben der Kerzen und das Grün des Adventkranzes?

Die drei violetten Kerzen verweisen auf die Bußzeit. Nur die Kerze des dritten Adventsonntags, dem "Gaudete-Sonntag", ist rosa. Das Tannengrün ist Symbol für Leben und Gemeinschaft.

8. Seit wann gibt es Adventkalender?

Den ersten Adventkalender mit Klapptürchen druckte 1908 der Münchner Verleger Gerhard Lang. Vorformen finden sich bereits im 19. Jahrhundert.

9. Was hat es mit den "Barbarazweigen" auf sich?

Am Gedenktag der heiligen Barbara am 4. Dezember ist es Brauch, Kirschzweige in einer Vase mit Wasser ins Haus zu stellen. Blühen die Zweige bis Weihnachten, wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet.

10. Wer war der Heilige Nikolaus?

Nikolaus lebte im vierten Jahrhundert und war Bischof in der Stadt Myra in Kleinasien. In Kärnten sind ihm 45 Kirchen geweiht.

11. Was meint die Katholische Kirche, wenn sie am 8. Dezember die "unbefleckte Empfängnis Mariens" feiert?

Die "unbefleckte Empfängnis" hat nichts mit der Empfängnis Jesu im Mutterleib zu tun. Es ist das Fest der Erwählung Mariens.


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