Zum Abschluss kommt das "Meisterstück"
Die Diplomarbeit ist die Kür jedes Studiums. Mit Betreuern aus der Praxis entsteht Win-win-Situation für Diplomanden und Betriebe.
Alle Praktika absolviert, alle Klausuren geschrieben, alle Prüfungen bestanden. Was dann noch fehlt, ist das "Meisterstück" – die Diplomarbeit, aus der im neuen Bachelor/Mastersystem die "Master-Thesis" wird. Die Prüfungsordnung kennt gute Gründe für eine letzte, große Arbeit: Etwa den, dass ein Kandidat am Ende seines Studiums zeigen kann, dass er "in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein definiertes fachliches Problem selbstständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und darzustellen".
Leute aus der Praxis. Das Thema soll freilich selbst gewählt sein. Als Betreuer können einem nicht nur Hochschul-Mitarbeiter, sondern auch Leute aus der Praxis helfen. Und eventuell auch den Weg ins Berufsleben ebnen. "Wenn wir Diplomarbeiten vergeben, dann vor allem, um Themen zu beleuchten, die künftig relevant werden könnten", erzählt Maria Salinger-Dorfer, die Pflegedirektorin im Krankenhaus Barmherzige Brüder in Graz.
Künftige Handlungsfähigkeit. Die FH-Studentin Sandra Perusch verfasste für die Klinik ihre Diplomarbeit "Innovationsrisikomanagement im Krankenhaus". Salinger-Dorfer: "Das Thema ist ein wichtiger Beitrag für die künftige Handlungsfähigkeit von Krankenhäusern. Die Erkenntnisse daraus werden nun in der Praxis überprüft."
Arbeit für Institution. Schon seit Jahren bekommen FH-Studenten immer wieder bei der Wirtschaftskammer Kärnten die Möglichkeit, ihre Diplomarbeit in der und für die Institution zu schreiben. Jüngstes Beispiel: Karl Brandstätters Arbeit zum Thema "Der Befähigungsnachweis für das Baumeistergewerbe". "Eine sehr positive Erfahrung, der Student kam selbst mit dieser interessanten Idee", sagt Bauinnungsmeister-Stellvertreter Hans Steiner.
Optimal erfüllt. Die Ergebnisse wurden prompt in die Baumeisterausbildung der Innung implementiert. Und für den Diplomanden wie für die FH war es wieder einmal die Bestätigung, dass das FH-Studium die Anforderungen der Praxis optimal erfüllt.








