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    Zuletzt aktualisiert: 16.10.2007 um 08:50 Uhr

    Konzentrierte Kost für die Reifen

    Soziologe Paul Kellermann stellte an der Klagenfurter Uni das "Seniorstudium Liberale" auf die Beine - österreichweit einzigartig. Er erklärt, wie es funktioniert.

    Seit diesem Wintersemester gibt es an der Uni Klagenfurt ein Studium, das einzigartig in Österreich ist: das "Seniorstudium Liberale". Was ist das Besondere?
    Paul Kellermann: Dieses Studium bedingt keine formalen Voraussetzungen wie etwa Matura oder Studienberechtigungsprüfung - ein offener Zugang wird so ermöglicht. Es richtet sich nicht an typische Status-Streber, sondern an "kleine Humboldte", die rein aus Interesse studieren. Wissenschaftlich Interessierte und geistig Aktive sind angesprochen.

    Das Studium ist also nur für Senioren?
    Paul Kellermann: Nein. Das Studium ist altersunabhängig. "Senior" kommt aus dem Englischen und heißt in diesem Fall "der Reifere" oder "der Höhere". Wir lehnen uns bei dieser Bezeichnung an amerikanische Colleges an. Dort gibt es die "freshmen", Studierende im ersten Jahr, die "sophomores" im zweiten Jahr, die "juniors" im dritten und schlussendlich die "seniors" im vierten Jahr.

    Wie ist das "Seniorstudium Liberale" aufgebaut?
    Paul Kellermann: Das Studium besteht aus drei Ebenen. Die erste Ebene betrifft ausgewählte Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Geschichte, Pädagogik, Philosophie, Psychologie sowie Betriebswirtschaft und Mathematik. Aber auch welche aus der Literaturwissenschaft. Die zweite Ebene sind regelmäßige Foren - drei Mal im Jahr.

    Was ist der Inhalt dieser Foren?
    Paul Kellermann: Sie bestehen aus einem Vortrag einer bekannten Persönlichkeit mit nachträglicher Diskussion. Die dritte Ebene ist der "jour fixe", bei dem es möglich ist, Anregungen vorzubringen, Erfahrungen auszutauschen oder Kritik zu üben.

    Das Studium ist gratis. Wie argumentieren Sie das gegenüber Studierenden, die jedes Semester 379,22 Euro zahlen müssen?
    Paul Kellermann: Es ist nur dieses Semester, in der Pilotphase, kostenlos. Denn aus rechtlichen Gründen müssen wir Gebühren einheben. In welchem Umfang kann ich aber jetzt noch nicht sagen - aber auf alle Fälle weniger. Schließlich legen die Studenten keine Prüfungen ab, sondern besuchen die Vorlesungen oder Seminare aus Interesse.

    Wie rechtfertigen Sie die Gebühren gegenüber Studierenden, die nicht mehr als 15 Wochenstunden belegen können und trotzdem voll zahlen müssen?
    Paul Kellermann: Über die so genannten "Teilzeitstudenten" wird auf europäischer Ebene gerade diskutiert. Sie sind vom Gesetz her verpflichtet, die volle Studiengebühr zu entrichten. Sie könnten aber in Zukunft länger studieren und weniger zahlen.

    Haben Sie keine Bedenken, dass die neuen Seniors anderen Studenten Plätze wegnehmen könnten?
    Paul Kellermann: Nein, es werden vorwiegend Vorlesungen angeboten, und bei Proseminaren haben die ordentlichen Studenten immer den Vortritt.

    INTERVIEW: ESTHER FARYS

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