Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 22. Oktober 2014 14:18 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Wirtschaftsuni-Zugang: Mehr Bewerber als Plätze Fachhochschule oder Uni, heißt die Frage Voriger Artikel Aktuelle Artikel: campus Nächster Artikel Wirtschaftsuni-Zugang: Mehr Bewerber als Plätze Fachhochschule oder Uni, heißt die Frage
    Zuletzt aktualisiert: 16.10.2007 um 07:53 Uhr

    Viel Verkehr in der virtuellen Aula

    Tausende Kärntner Studiosi nutzen die Plattform StudiVZ im Internet - und gehen dabei allzu oft sorglos mit ihren Daten um.

    Einer der beliebtesten Treffpunkte: StudiVZ im Netz

    Foto © APEiner der beliebtesten Treffpunkte: StudiVZ im Netz

    Am Anfang stand eine Idee: Der Deutsche Ehssan Dariani wollte eine Studentenplattform im Internet schaffen - eine virtuelle Aula, in der man Freundschaften schließen, einander Botschaften schicken und die neuesten Fotos herzeigen kann. Die Idee bekam Namen und Web-Adresse: www.studivz.net.

    Zielgerichtete Werbung. Binnen zwei Jahren wuchs die Plattform auf vier Millionen Mitglieder - darunter auch tausende Kärntner Studenten - an. Der Zustrom scheint kein Ende zu nehmen, auch viele Nicht-Studierende kommen auf den Geschmack. StudiVZ (kurz für "StudiVerzeichnis") wurde für die Werbewirtschaft interessant, denn die bei der Anmeldung ausgefüllten Nutzerprofile erlauben es, zielgerichtete Werbung zu schalten. Nur zehn Monate nach der Gründung stieg der deutsche Holzbrinck-Verlag ein, investierte zwei Millionen Euro und übernahm das Portal wenig später für kolportierte 85 Millionen Euro. Glücklicher Dariani!

    Daten-Katastrophe. Immer mehr Datenschützer melden jedoch Bedenken an. Vor allem wegen der Sorglosigkeit der Benutzer: Diese veröffentlichen auch private Details wie Adresse oder Telefonnummer in ihren Profilen. Die Befürchtungen stellen sich als berechtigt heraus: Vor knapp einem Jahr gelang es Hackern über eine Million Nutzerprofile auf StudiVZ abzugrasen. So konnte man Studienrichtung, Freundes-Verlinkungen und Interessen auswerten. Es geht munter weiter: Im heurigen Februar wurde gleich die ganze StudiVZ-Datenbank - inklusive geheimer Passwörter und E-Mail-Adressen - geknackt. Nebenbei hagelt es Kritik an der mangelnden Kontrolle der StudiVZ-Betreiber: Unter anderem haben Neonazis die Plattform bereits relativ ungehindert zum kameradschaftlichen Gedankenaustausch genutzt. In einschlägigen Internet-Foren kursierten dazu Bilder meist leicht bekleideter StudiVZ-Benutzerinnen, die diese unvorsichtigerweise in ihre Fotoalben hochgeladen hatten.

    Dabei sein ist alles. Längst ist StudiVZ der wichtigste studentische Treffpunkt im Internet: Profil statt Visitenkarte lautet die Devise. Nachrichten in StudiVZ haben die schnöde E-Mail verdrängt, beim Date hat die Studentenseite die Freundin der Angebeteten als "Informationsquelle" abgelöst.

    Wer ist Single? Wer nicht? Wer ist für eine Beziehung offen? StudiVZ ist zur liebsten Nebenbeschäftigung von Studenten während fader Lehrveranstaltungen in den Hörsälen geworden. Tendenz steigend: Jeden Tag kommen hunderte neue Mitglieder hinzu.

    GEORG HOLZER UND STEFAN JÄGER

    Mehr campus

    Mehr aus dem Web

      Suchen und Finden

      willhaben.at

      Auf der Suche nach einer Wohnung für eine WG oder einem Job? Auf willhaben.at findet man alles.

       

      www.kleinezeitung.at/fh



      Newsletter bestellen

      Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

       

      Immer informiert

      RSS-Feeds

      Immer aktuell: Die wichtigsten News direkt abonnieren.

      Mobil informiert

      Immer dabei: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf dem Handy.

       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!