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    Zuletzt aktualisiert: 15.03.2007 um 13:26 Uhr

    Spielplatz für das zweite Leben

    Millionen Menschen schaffen sich im Internet-Spiel "Second Life" eine neue Identität. Eine Klagenfurter Studentin erforscht gerade die Eigenheiten einer digitalen Gesellschaft.

    Foto © Helge Bauer

    Ihr behandelt die Welt, als hättet ihr eine zweite im Kofferraum." Jane Fonda - Urheberin des Zitats - würde sich wundern. Die Klagenfurter Studentin Alexandra Schneider (30) tut genau das: Sie lebt als Truth Toland in einer zweiten Welt. Ermöglicht wird die Frischzellenkur durch die Simulation "Second Life".

    Punk-Haarschnitt. In der dreidimensionalen Welt im Internet kann sich jeder sein digitales Abbild schaffen, Punk-Haarschnitt oder Mandelaugen inklusive. Gegen die Schaffenskraft der weltweiten Internet-Gemeinschaft ist Genforschung ein Kindergeburtstag.

    "Second Life". Hinter dem Avatar Truth Toland versteckt sich mit Schneider eine digitale Diplomandin. Sie forscht in "Second Life" - frei nach dem Motto: Warum sollte sich jemand ein zweites, digitales "Ich" verpassen?

    Faszination. "Der Reiz dabei ist, das man die Möglichkeit hat, praktisch alles selbst zu gestalten, Netzwerke zu knüpfen, andere Kulturen und Menschen mit einem Mausklick kennen zu lernen" - erklärt Schneider die Faszination an der Simulation. Ohne Geburtswehen geht auch in der digitalen Welt nichts, skurrile Erlebnisse bleiben nicht aus: "Einem anderen Avatar habe ich erklärt, wie man Kleidung ausziehen kann. Der hat das auch probiert und stand plötzlich splitterfasernackt vor mir."

    Pixelwelt. Der eigentliche Charakter von "Second Life" offenbart sich mit den ersten Gehversuchen in der Pixelwelt: "Der Unterschied zu einem Spiel ist, dass es keine Aufgaben gibt, die zu lösen sind." Die Welt ist das Spiel, das Spiel ist die Welt.

    Glücksspiel. So gut wie sie scheint, ist diese Welt aber nicht. Längst haben Unternehmer Möglichkeiten gefunden, auch in der virtuellen Welt reales Geld zu verdienen. Gleichzeitig blühen in "Second Life" Prostitution und Glücksspiel ebenso wie Schutzgelderpressung. Wer nicht spurt, wird mit digitalem Dreck zugemüllt. Moral? Ethik? "Das will ich herausfinden. Welche Werte retten sich Menschen von der realen in die virtuelle Welt hinüber?", fragt sich Schneider.

    Geschichte. Zumindest ihre Geschichte scheinen einige nicht vergessen zu haben. Auf dem Gelände in "Second Life", das die virtuellen Österreicher in Besitz genommen haben, steht ein Monument mit Hakenkreuz. Darunter steht die Inschrift "Nie wieder".

    *in "Second Life" als Noah Holt bekannt

    STEFAN JÄGER*

    Was ist Second Life?

    "Second Life" (SL) ist eine dreidimensionale Welt im Internet.

    Die Figuren in "Second Life" - kurz Avatars - stellen das digitale Abbild des Benutzers dar und können frei gestaltet werden.

    Die Welt besteht aus den Bauwerken der User. Gehandelt wird mit "Linden-Dollar".

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