Fünf rittern um den Rektor-Posten
Am Dienstag findet das Hearing mit den Bewerbern für den Rektor-Posten an der Universität Klagenfurt statt. Zwei Kandidaten stammen aus Klagenfurt, eine Kandidatin aus Linz, zwei aus Deutschland. Entscheidung im September.

Foto © KLZ/Traussnig
Die Suche nach einem neuen Rektor oder einer neuen Rektorin für die Alpen- Adria-Universität Klagenfurt geht ins Finish. Nach der Abberufung von Heinrich Mayr, dem interimistisch Friederike Wall als Rektorin folgte, rittern nun um den Rektor-Posten fünf Kandidatinnen und Kandidaten, die von der Findungskommission (Unirat-Vorsitzende Herta Stockbauer und Unisenat-Vorsitzender Norbert Frei) aus den Bewerbungen nach der Ausschreibung ausgewählt wurden. "Ich bin über die Bewerbungslage erfreut, auch weil wir aus Deutschland große Resonanz von namhaften Bewerbern von wichtigen Universitäten hatten", so Stockbauer.
Zwei Bewerber haben Heimvorteil: die interimistischen Vizerektoren der Uni Klagenfurt, Martin Hitz und Oliver Vitouch. Hitz (53), der an der TU Wien Informatik studierte, ist seit 2000 in Klagenfurt, begründete die Technische Fakultät und war schon von 2001 bis 2006 Vizerektor. Vitouch (41) studierte Psychologie an der Uni Wien, war dort Assistent und lehrt seit 2003 Allgemeine Psychologie in Klagenfurt. Er war bis vor Kurzem Vorsitzender des Universitätssenates.
Bewerber Harald Fuhr lehrt Internationale Politik an der Uni Potsdam, deren Vizepräsident er von 2004 bis 2006 war. Er habilitierte an der Uni Konstanz. Dorothea Hegele (53), die als Juristin an der Uni Köln promovierte, war Dozentin an der Uni Leipzig und freie Anwältin. Ihren Posten als Hochschulpräsidentin in Emden/Leer hat sie 2011 nach zwei Jahren zurückgelegt, weil sie zu wenig Rückhalt gefunden habe.
Aus Linz stammt Monika Leisch-Kiesl (52), die Theologie und Kunstgeschichte studierte. Sie lehrt an der Kepler-Universität in Linz. Aus Termingründen wird ihr Hearing erst am 1. August stattfinden. Die anderen vier treten am Dienstag ab neun Uhr je eineinhalb Stunden lang im Hörsaal B zum "universitätsöffentlichen" Hearing an.
Stockbauer und Frei erstellen dann einen Dreiervorschlag, aus dem im September der Unisenat und am Ende der Unirat den Rektor oder die Rektorin bestellen.








