Uni-Klagenfurt: Minister soll vermitteln
Rektor Mayr und Uni-Rat-Chefin Stockbauer gemeinsam in Wien. Weil der Konflikt um die Abberufung des Rektors bislang nicht gütlich beigelegt werden konnte, hat sich nun der Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle eingeschaltet.

Foto © APA/PfarrhoferWissenschaftsminister Karlheinz Töchterle
Gefahren sind sie dem Vernehmen nach nicht mit dem selben Fahrzeug: Uni-Rektor Heinrich C. Mayr und die Vorsitzende des Universitätsrats Herta Stockbauer marschierten Mittwoch am späten Nachmittag gemeinsam bei Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle in Wien auf.
Der Minister hat sich eingeschaltet, weil der Konflikt um die Abberufung des Rektors, die vom Universitätsrat gefordert wurde, bislang nicht gütlich beigelegt werden konnte. Das Aufsichtsgremium der Universität warf Mayr vor, dass er Geld in ein Freizeitzentrum gesteckt habe statt in Forschung und Lehre. Mayr rechtfertigte sich damit, dass es sich dabei um Drittmittel handelte, über die der Uni-Rat nicht bestimmen könne. Der Abberufung entkam Mayr vorerst damit, indem er beim Ministerium ein aufsichtsratsbehördliches Verfahren beantragte - das noch im Laufen ist. Entscheidet das Ministerium für den Rektor, wird der Abberufungsbescheid aufgehoben.
Im Vorfeld des Termins beim Minister gab sich Mayr erfreut, dass es jetzt zu einem Gespräch kommt. Über die Inhalte wollte er keine Auskünfte geben, er hat seit Beginn der Causa immer wieder Vorwürfe einstecken müssen, zu offenherzig gegenüber den Medien gewesen zu sein - was gerade dem Uni-Rat nicht besonders geschmeckt hat.








