Architekturstudium jenseits von Lifestyle
Das Massenfach Architektur fordert viel Eigenleistung - und Talent.

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Es ist ein Massenfach - genau genommen wohl das einzige "Massenfach" auf technischen Universitäten: Architektur, ein Studium, das eine starke kreative Komponente hat.
Kein edles Studium
Doch ist dies das Wesentliche? Viele täuschen sich in dem sechssemestrigen Bachelorstudium, das allein in Graz jährlich etwa 400 beginnen und gut 100 beenden. Wer Architektur mit Hochglanzprospekten und Lifestyle-Reportagen in Verbindung bringt und glaubt, so edel sei auch das Studium und vor allem dann der Beruf, wird große Probleme haben. Architektur hat viel mit Knochenarbeit und Fachkompetenz zu tun, ein paar hingeworfene Striche am Skizzenblock reichen nicht.
Dennoch ist gerade das ein gutes Indiz dafür, ob jemand für das Studium geeignet ist. Wer sich noch nie darin geübt hat, Räume zeichnerisch zu erfassen oder gar kein räumliches Vorstellungsvermögen hat, für den ist Architektur definitiv nichts. Ein weiteres Indiz wäre, ob jemand gerne sein eigenes Zimmer (um-)gestaltet.
Architektur ist kein Lernstudium, viel muss man sich selbst erarbeiten. Die persönliche Kür ist genauso wichtig wie die Studien-Pflicht. Nicht zuletzt deshalb, weil die Betreuungsrelationen nicht sehr gut sind. Fast jeder angehende Architekt jobbt deshalb einschlägig nebenher, um neue Perspektiven zu gewinnen.
Architekten arbeiten heute praktisch ausschließlich im Team sowie mit Fachplanern wie Bauphysikern, Lichtplanern etc. zusammen. Jenes Drittel der Studenten, die sehr gut sind, brauchen sich auch um einen Job keine Sorgen machen - sie sind oft schon vor Studienabschluss angeheuert.
Die TU Graz bietet für Interessierte ein besonderes Service an: Wer die Fragen unten schriftlich (!) beantwortet und damit eine Art "Motivationsschreiben" verfasst, kann zu einer völlig unverbindlichen "Beurteilung" an die TU kommen. Nähere Details im Kasten oben rechts.









