Joanne K. Rowling, Schriftstellerin, im Porträt
Die Harry Potter- Schriftstellerin hat ein neues Buch geschrieben. Die Latte liegt hoch.

Foto © APASchriftstellerin Joanne K. Rowling
Da soll noch einer sagen, Zugfahren sei zu teuer. Joanne K. Rowling hat es zur Milliardärin gemacht. Die Landschaft zwischen Manchester und London zog an ihr vorbei, als sie sich die Geschichte um den vorpubertären Zauberlehrling Harry Potter ausdachte. 22 Jahre und sieben Bücher später ist der Romanheld erwachsen und seine Schöpferin eine der bekanntesten zeitgenössischen Autorinnen der Welt. Auf jeden Fall aber die reichste. Am Donnerstag erscheint ihr neues Buch, das sich im Gegensatz zur Harry-Potter-Serie ausschließlich an Erwachsene als Zielgruppe richtet.
"Ein plötzlicher Todesfall" wird es heißen, voll schwarzem Humor soll es sein und die Abgründe einer englischen Kleinstadt nach dem Tod eines Gemeinderatsmitglieds ergründen. Das 600-Seiten-Werk wird streng geheim gehalten - man kennt das schon von den von Hysterie begleiteten Erscheinungsterminen der Harry-Potter-Bücher und der Filme. Die Erwartungen an das neue Werk der 47-jährigen Britin sind entsprechend hoch.
Doch selbst wenn es wider Erwarten floppen sollte, ausgesorgt hat Rowling schon mit dem Zauberlehrling, wusste den Hype um ihn geschickt zu schüren und zu nutzen. Ihr Leben klingt wie ein Märchen, die Essenz ist bekannt: Eine alleinerziehende Mutter, die Sozialhilfe bezieht, wird mit einer Bücherserie auf einen Schlag steinreich und berühmt.
Die anderen Etappen im Leben der J. K., wie sie sich nennt, sind nicht ganz so spektakulär: Das K. ist das Initial des Vornamens ihrer Großmutter, deren Tod sie wie auch jener ihrer Mutter stark geprägt hat. Ihrer ersten Ehe entsprang eine Tochter, zwei weitere Kinder hat sie mit ihrem neuen Mann, dem Arzt Neil Murray. Rowling hat ein abgeschlossenes Studium in Französisch und Altertumswissenschaften und arbeitete einige Jahre als Lehrerin.
Das muss sie nun nicht mehr. Immerhin ist sie reicher als die Queen. Das hat sie vielleicht doch ein bisschen abheben lassen. Etwas seltsam mutet die Heimlichtuerei um das neue Buch schon an. Sogar die Übersetzer mussten nach England reisen - das streng bewachte Original war nur in den Räumen des Verlags zugänglich.
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