Letztklassig
Die SPÖ muss die Hosen gestrichen voll haben, dass ihr Parteichef Werner Faymann im U-Ausschuss zur Inseratenaffäre nicht mit einem blauen Auge davonkommt und ramponiert wird.
Anders ist die Unverschämtheit nicht erklärbar, dass die roten Parteigänger des Kanzlers jetzt mit allen Tricks versucht haben, die Ladung von Faymann als Zeuge im U-Ausschuss zu hintertreiben. Sie wollen ihn, koste es was es wolle, davor schützen, unter Wahrheitspflicht aussagen zu müssen. Denn dann hätte sich der Kanzler tief in die Karten schauen lassen müssen, warum er als Verkehrsminister auf Steuerkosten Inserate hat schalten lassen, die seiner Eitelkeit dienten.
Doch der Skandal reicht noch tiefer: Vor einer Woche noch hatte Faymann die Stirn, vor Journalisten zu erklären, er stehe dem U-Ausschuss "immer zu Verfügung". Damit nicht genug: "Es wäre skandalös", das nicht zu tun, fügte er freundlich hinzu.
Und jetzt schickt er seine Paladine vor, seine Vorladung zu blockieren. Das ist so durchschaubar, nur noch zum Schreien. Oder zum Brüllen: Was für eine abgefeimte, politische Schweinerei! WOLFGANG SIMONITSCH




















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