Leer oder rot
Es ist Wahlkampf in den USA und da ist es verständlich, dass Barack Obama den resoluten Weltpolizisten spielt. Das kommt bei seinem Wahlvolk an, auch wenn seine "rote Linie" bei genauerem Hinsehen doch etwas verwackelt daherkommt. In der Sache ist das dringend notwendig. Denn bislang haben die Vertreter der westlichen Staatengemeinschaft deutlich zu wenig Flagge gezeigt gegen den Terror, den Assad gegen sein Volk richtet und gegen dessen Unterstützer in Russland und China. Bislang erschöpft sich das Tun in Wien, Berlin, Brüssel und anderswo in wirkungslosen Appellen und die militärische Zurückhaltung wird langsam zur Missachtung der Völkerrechtsverletzungen durch das Regime und zur Gefahr für einen Flächenbrand in der Region.
Allein Russlands Antwort auf Obamas Drohung lässt hoffen, dass diese Rhetorik wirkt und die Ankündigung von Assads Vizepremier könnte ein Signal dafür sein, auch wenn Assad kurz zuvor tönte, er habe keine Angst vor Obamas "Geschwätz". Es könnte aber auch eine Finte sein. Dann wird sich zeigen, wie rot die Linie für Obama wirklich ist. INGO HASEWEND


















ZZ:



