Sanierungstheater
Das geht auf keine Kuhhaut mehr! Können Sie sich erinnern, wie viele Zwischenberichte die Parlamentspräsidentin Barbara Prammer in den letzten Jahren über die Sanierung des Parlaments schon aufgetischt hat?
Gestern war es wieder so weit, und eigentlich haben wir dabei nur erfahren, dass noch in dieser Woche die Ausschreibungen starten werden und dass - damit ja nix passiert - Rechnungshof und Korruptionswächter die ganze Prozedur begleitend beaugapfeln werden.
Derweil bröckelt der Putz, modern die Holzbalken und platzen die Isolierungen im alten Theophil Hansen-Bau mit den 1600 Räumen und 920 Fenstern weiter, vibriert der Boden in den Fluren beängstigend, wenn draußen eine Straßenbahn vorbeirauscht. Seit acht Jahren wird geredet, geredet statt generalsaniert.
Alles nur aus Feigheit vor dem Wähler. Als ob es ihm nicht zumutbar wäre, dass 200 bis 300 Millionen für das repräsentativste Gebäude, das Symbol unserer Demokratie, nötig sein werden. Das soll er erst nach den nächsten Wahlen erfahren. Schluss damit, Karten aufdecken, bitte flott sanieren. Billiger wird's nicht. Sondern täglich teurer!
WOLFGANG SIMONITSCH
















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