Die guten Werke
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle ist die ganze Debatte "zu deppert". Also wird er keine Festspiele mehr besuchen, auch nicht die Salzburger - egal, ob ihn nun die Veranstalter, Kollegen von der Uni, Unternehmer oder seine Frau dazu einladen.
Wo soll das noch hinführen? Müssen Amtsträger aller Art bald jedes Gasthaus meiden, in abgerissenen Jeans herumlaufen, damit niemand glaubt, sie ließen sich wie einst ein Finanzminister ihre Anzüge sponsern; ist die Abschaffung aller Dienstautos nur mehr eine Frage der Zeit?
Gut, dass Anfüttern von Amtsträgern künftig wieder präziser abgezirkelt und strenger geahndet wird. Und hoffentlich ringt sich die Bundesregierung am Freitag endlich, endlich dazu durch, die Parteienfinanzierung wirklich und tatsächlich transparent zu gestalten.
Dann könnten wir alle - Politiker, Medien, Bürger - uns wieder entspannen. Wäre doch schade, wenn kein Politiker mehr den Jedermann am Salzburger Domplatz genießen würde. Schließlich lernt der Zuschauer dort, dass man am Ende seiner Tage an den guten Werken und nicht am Geld gemessen wird. EVA WEISSENBERGER



















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