Wetterglück
Bisher hat das österliche Wetter gehalten, was uns seine Propheten versprochen hatten: Temperatursturz und Regen. Und das auch noch ausgerechnet gegen Süden hin, sodass auch kleine Fluch-ten ins Friaul oder nach Istrien ihren Zweck verfehlten. Ein harter Schlag für die schulfreien Kinder und für die restliche Freizeitgesellschaft.
Aber auch ein wunderbares Osternest für den Rest der hiesigen Welt: zum Beispiel für alle Landwirte, denen die letzten Monate eine fast schon existenzgefährdende Dürre beschert hatten. Aber auch für private Kleingärtner, die bereits Hektoliter von Leitungswasser ausgießen mussten, um ihren Rasen und ihre sonstigen Pflanzen halbwegs bei Laune zu halten.
Und all diese erschöpften, outgeburnten Arbeitnehmer, die schönes, mildes Osterwetter in mannigfaltigen Freizeitstress versetzt hätte. Auch wenn sie es nicht als unmittelbaren Segen erachten, werden ihnen ein paar ruhige unternehmungsfreie Tage enorm gut tun.
Man darf auch annehmen, dass das Klima die Zahl der österlichen Verkehrstoten geringer halten wird. - Sie sehen, sogenanntes Schlechtwetter bringt viel Gutes.
FRIDO HÜTTER




















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