Durchblick
Noch heuer könnte der Internet-Titan Google eine eigene High-Tech-Brille auf den Markt bringen, die uns endlich das mitunter Mühsamste am Leben, das Leben, abnimmt. Die Brille kann Informationen zu den Linsen übertragen und erlaubt es dem Träger, Nachrichten über Sprachbefehle zu senden und zu empfangen. Zudem gibt es eine eingebaute Kamera, mit der sich Videos und Fotos aufnehmen lassen.
Ein erstes Video zum "Google Project Glass" kugelt schon durchs Internet. In dem Video hampelt ein junger Mann durch New York, im Hintergrund dudelt penetrante Lalala-Musik. Und der junge Mann, ganz dynamisch, wird, noch dynamischer, von früh bis spät von seiner Google-Brille auf essenzielle Dinge aufmerksam gemacht. Ein Termin hier, eine Wegbeschreibung und ein Anruf dort. Die Brille steuert er mit Sprachbefehlen, das heißt, er spricht mit seiner Brille, die ihn dafür durchs Leben lenkt. Zum zergoogeln.
Endlich weiß Google dann immer und überall, was wir gerade machen. Und wir müssen endlich nicht mehr wissen, was wir machen. Solange wir uns das Google-Kindersitzerl ins Gesicht schnallen. MANFRED NEUPER



















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