Mitgefangen
Eine Milliarde Euro Steuergeld hatte sich der Volksbanken-Sektor zu Jahresbeginn 2009 als Nothilfe vom Staat geholt. Seit damals hielten sich hartnäckig Gerüchte, es werde dies nicht die letzte Staatshilfe für die angeschlagene Gruppe gewesen sein. Und tatsächlich brauchen die Volksbanken jetzt schon wieder Geld von der Allgemeinheit.
Hohe Verluste in Ungarn und Rumänien, die Misere in Griechenland und die Abwertung der Kommunalkredit-Beteiligung sind Hauptgründe für die hohen Verluste der Bank. Für diese Verluste müssen nun alle Miteigentümer zahlen: die 62 regionalen Volksbanken, die deutsche DZ-Bank-Gruppe, diverse kleinere Miteigentümer und auch der Staat mit seinem Partizipationskapital.
Dass sich einzelne - gut wirtschaftende - Volksbanken gegen die Mithaftung für das Dachinstitut ÖVAG gewehrt haben, ist verständlich. Doch wäre es unzulässig gewesen, die Banken aus der Haftung zu entlassen und alle Probleme wieder nur dem Steuerzahler aufzuhalsen. Mitgefangen ist mitgehangen - das gilt diesmal für alle Eigentümer. Dem Steuerzahler ist's ein schwacher Trost! ERNST SITTINGER






















