ORF-Weihnacht
Es geht nicht um die Person Niko Pelinka. Nicht um den Parteimenschen, nicht um seine Jugend. ÖVP-Soldat Sebastian Kurz hat bewiesen, dass nichts von alldem hin-derlich sein muss, politisch relevante Arbeit zu leisten.
Es geht um die Art und Weise, wie der strebsame Jüngling Büroleiter des ORF-Generaldirektors wurde. Und die hat etwas Nordkoreanisches an sich.
Als Leiter des "SPÖ-Freundeskreises" im ORF-Stiftungsrat orchestrierte Pelinka die Wiederwahl von Alexan-der Wrabetz. Nicht nur Schel-me dachten schon damals Übles. Doch beide übten sich im Mantra des Dementi. Bis vor wenigen Tagen noch.
Und nun, just um Weihnachten, strampelt das SP-Baby in der gut gepolsterten ORF-Krippe. Die Redakteure kommen sich vor wie Ochs und Esel in Personalunion. Nur so lässt sich der wirklich wütende Brief erklären, den gestern fünf Dutzend Journalisten des Aktuellen Dienstes und der Redakteursrat in die Öffentlichkeit entließen.
Freilich: Neu ist diese Vorgangsweise nicht. Sie beweist nur, dass die finstersten Zeiten parteilicher Einflussnahme im ORF noch immer nicht vorbei sind.
FRIDO HÜTTER



















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