Wunschzettel
Redet die ÖVP vom Sparen, fallen ihr als Erstes die Bundesbahnen ein. Zu Recht, Millionen und Abermillionen hat die Republik schon unter Schienen begraben. Und die ÖBBler wurden für ihre Treue zur SPÖ lange verhätschelt.
Langsam kommt es einem jedoch so vor, als wären die "Eisenbahner" für die ÖVP das, was für die SPÖ "Millionäre" sind: eine Gruppe, die man vorschiebt, um davon abzulenken, dass bald, sehr bald wohl oder übel alle zur Kasse gebeten werden.
Die Probleme der ÖBB sind ja nicht nur hausgemacht. Reden Politiker aller Farben, Schwarz eingeschlossen, von der Bahn, äußern sie meist Wünsche: Landeshauptleute wollen Tunnels gegraben haben; Bürgermeister von Landeshauptstädten sich keine Direktverbindung in andere Landeshauptstädte nehmen lassen; Bürgermeister von entlegenen Ortschaften kämpfen für den Erhalt von Nebenbahnen. Ach ja, und Verkehrsminister regen dann noch das eine oder andere Inserat an.
Die ÖBB werden von keinem Politiker wie ein normales Wirtschaftsunternehmen behandelt. Dann kann man sich auch nicht erwarten, dass sie gut wirtschaften. EVA WEISSENBERGER





















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