Bitte lesen!
Herr und Frau Österreicher geben für Weihnachtsgeschenke im Durchschnitt 446 Euro aus. Wie alle Jahre stehen Bücher auf der Liste ganz oben und für den Handel und die Verleger klingen die Kassen nie schöner als im Advent.
Es passt ins Bild vom friedlichen Weihnachten: Wir schenken uns Wissen, schicken uns gegenseitig in die Abenteuer mitreißender, erwärmender oder melancholischer Geschichten.
Vielleicht ist das aber zu schön, um wahr zu sein. Denn was passiert mit den Büchern, nachdem sie aus dem Weihnachtspapier gewickelt worden waren?
Eine gute Frage. Während Jahr für Jahr mehr Bücher produziert werden, steigt die Lust am Lesen nicht im selben Ausmaß. Eher ist das Gegenteil der Fall, sie schwindet immer mehr. Laut Umfrage liest nur noch jeder zweite Österreicher viel und gern - wobei dies überwiegend Österreicherinnen sind.
Der Verdacht drängt sich auf, dass mancher Wälzer ein trauriges Dasein als Statussymbol in einem vollen Bücherregal fristet. Vielleicht kam er auch als Verlegenheitsgeschenk dorthin. Wie auch immer, zum Lesen ist es nie zu spät. HANNES GAISCH























