Im Land des Christkinds
Was wäre die vorweihnachtliche Zeit ohne Adventkalender.
Ab heute ist es wieder so weit. Ab heute beginnt der Zauber der Vorweihnachtszeit, der Adventkalender steht bereit und wird die Zeit des Wartens auf das Christkind erleichtern. Und Antwort geben auf die Frage, die im Dezember jedes kleine Kind so oft stellt: "Mama, Papa, wie lange ist es noch bis Weihnachten?"
Der Adventkalender war zu Beginn des vorigen Jahrhunderts die Antwort auf diese so oft gestellte Frage. Er sollte Kindern dabei helfen, die Zeit bis zum Heiligen Abend besser abschätzen zu können. 1851 soll es bereits den ersten selbst gebastelten Adventkalender gegeben haben. Später wurden dann oft 24 Bilder an die Wand gehängt oder 24 Kreidestriche an die Türe gemalt, von denen die Kinder täglich einen weggewischt haben. Andere wiederum legten 24 Strohhalme in die Krippe, aus der dann die Kinder täglich einen herausnehmen durften. Der erste gedruckte Kalender erschien schließlich unter dem Titel "Im Lande des Christkinds" 1903 in einem Münchner Verlag. Auf einem Bogen konnten Kinder 24 Bilder ausschneiden, die sie dann auf 24 Felder aufkleben konnten. Und bereits 1904 kam als erste Zeitung das "Neue Tagblatt Stuttgart" auf die Idee, am 1. Dezember ihren Lesern einen Adventkalender als Präsent beizulegen. Um nicht nur den kleinen Lesern die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen. Oder wie es bei Thomas Mann in "Buddenbrooks" heißt, das "Nahen der unvergleichlichen Zeit" mit religiösen Motiven zu verschönern.
Mit dem Fenster des 24. Dezember als Höhepunkt jedes Adventkalenders, hinter dem sich dann zumindest bei den heute noch nicht zur Gänze kommerzialisierten Kalendern die Krippe mit dem Jesukind befindet. Und nicht Bambis oder Bären, die anstelle weihnachtlicher Motive auch schon den Weg hinter die Fenster von Adventkalendern gefunden haben. Wie unterschiedlichste Schokoladefüllungen oder Bilder von Weihnachtsmännern anstelle des Christkindes.
Der weltgrößte freistehende Adventskalender sei auch noch verraten: Er steht in Leipzig und weist die beachtliche Fläche von 857 Quadratmeter auf. Mit metergroßen Kalendertüren.
CARINA KERSCHBAUMER



















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