Fass ohne Boden
Vor zehn Jahren führte Schwarz-Blau das Kindergeld ein. Aus dem Karenzgeld, das nur Angestellte bekamen, für die ihre Arbeitgeber zuvor in den Familientopf eingezahlt hatten, wurde eine Sozialleistung für alle jungen Mütter, also auch für Selbstständige, Hausfrauen, Studentinnen, Bäuerinnen. Das war gut so.
Als die SPÖ wieder am Drücker war, setzte sie durch: Wer kürzer vom Job aussetzt, bekommt pro Monat mehr Kindergeld. Das war richtig.
Dann versuchte Rot-Schwarz, mehr Väter zu gewinnen, indem es bis zu 2000 Euro monatlich versprach. Das funktionierte. Dafür ist der Topf, aus dem all das und noch mehr bezahlt wird, nun ein Fass ohne Boden.
Der Wirtschaftsminister denkt schon länger darüber nach, wie er es zuhalten könnte. Er will säumige Scheidungsväter an die Kandare nehmen. Das könnte klappen. Und er will oben mehr reinschütten, also, dass Bund, Länder und Gemeinden für ihre Mitarbeiter Beiträge bezahlen wie die Wirtschaft - viel Spaß beim Durchsetzen!
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand vorschlägt, dass alle, die davon profitieren, einzahlen sollen. EVA WEISSENBERGER




















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