Einseitig
Was die beiden bundesweit bekannten Seniorenvertreter Andreas Khol und Karl Bleche leisten, ist anzuerkennen - ohne Einschränkungen.
Und zwar so lange, als man sie als das sieht, was sie sind - Interessenvertreter. Khol und Blecha sind die Vorsitzenden zweier Parteiorganisationen, des ÖVP-Seniorenbundes und des SPÖ-Pensionistenverbandes. Als Vereinschefs vertreten sie einerseits ihre Mitglieder nach außen. Und auf der anderen Seite kämpfen sie für die Interessen ihrer Mitglieder - etwa dann, wenn es um die jährliche Erhöhung der Pensionen geht.
Gleichzeitig muss genau so klar festgehalten werden, dass Blecha und Kohl bei Verhandlungen nicht als Sozialpartner auftreten können: Dort treffen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufeinander und verhandeln um Lohnerhöhungen und Ähnliches. Sie kämpfen um die Verteilung des gemeinsam Erreichten. Immer im Wissen, dass es um ein dauerhaft tragfähiges Gleichgewicht geht.
Interessenvertreter dagegen müssen so etwas nicht, sie vertreten einseitig ihre Interessen. So sehen ihre Forderungen oft aus - uns so muss man sie auch sehen.
CLAUS ALBERTANI

















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