Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 03. September 2014 04:06 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Bleierne Zeit Der Obmann, der sich selbst entleibte Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Tribüne Nächster Artikel Bleierne Zeit Der Obmann, der sich selbst entleibte
    Zuletzt aktualisiert: 23.09.2011 um 20:30 UhrKommentare

    Wie der Bund seine Steuerhoheit umgeht

    Die Vermögenssteuer-Debatte zeigt viel Unvermögen.

    Das Steuersystem ist gerecht, wenn ich möglichst wenig zahlen muss. Diese Logik ist zweifellos mehrheitsfähig. Die Politik ist sich des Umstands bewusst, dass man es in Steuerfragen nicht allen recht machen kann. Dementsprechend wird beim Reizwort "Steuerreform" seit eh und je herumlaviert.

    Dass Finanzministerin Fekter nun aber das Thema Grundsteuer zur Ländersache machen will, ist ein Höhepunkt der Entscheidungsschwäche. Frei nach dem Motto "Die Kartoffel ist mir zu heiß" stiehlt sich der Bund aus seiner Abgabenverantwortung und nimmt offenbar in Kauf, dass wir künftig neun verschiedene Grundsteuergesetze haben. Schlanke Verwaltung? Verständliche Gesetze? Steuererklärung auf dem Bierdeckel? Das alles zählt nicht mehr. Während im Natur- und Jugendschutz oder bei den Bauordnungen mühsam an bundeseinheitlichen Regelungen gefeilt wird, sprengt man das Steuerrecht auseinander, nur um sich in Wien ein klares Bekenntnis zu dieser Streitfrage zu ersparen.

    Die Causa wirft ein Licht auf ein Kernproblem dieser Koalition: Je heftiger der Verteilungskampf in der Gesellschaft wird, desto klarer liegt auf der Hand, dass SPÖ und ÖVP keinen gemeinsamen politischen Willen zustande bringen. Mühsam wird eine brüchige Einigkeit demonstriert, die es in Wahrheit nicht gibt. Gerade die Besteuerung von Vermögen ist ein Minenfeld, das die Regierungsparteien lieber nicht betreten. Also lässt man den Ländern den Vortritt.

    Dabei wäre mit gutem Willen ein tragfähiger Kompromiss möglich. Bekanntlich wird hierzulande Vermögen äußerst gering besteuert, die Arbeitskraft hingegen viel zu hoch. Wenn man schon eine aufkommensneutrale Reform haben will, dann bietet sich das Offensichtliche an: Der Lohnsteuertarif gehört deutlich gesenkt, die Steuer auf Grundbesitz, Kapitalerträge und Erbschaften angehoben. Dazu ein simples Beispiel: Hätte man vor Jahrzehnten eine kräftige Steuer auf die Umwidmung von Grundstücken in Bauland eingeführt, hätte man fette arbeitslose Gewinne abgeschöpft, die Spekulation mit Bauland eingedämmt, die Verhüttelung der Landschaft mit all ihren Folgeproblemen hintangehalten und der Staatskasse eine kräftig sprudelnde Geldquelle zugeführt. Heute, wo alle Speckgürtel längst verbaut sind, ist es dafür wohl zu spät.

    Noch besser wäre freilich, die Steuerlast insgesamt zu senken und endlich bei den Ausgaben zu sparen. Der Bürger, der an diese Lösung ernstlich glaubt, muss allerdings erst geboren werden.

    Sie erreichen den Autor unter

    ernst.sittinger@kleinezeitung.at

    ERNST SITTINGER

    Mehr Tribüne

    Mehr aus dem Web

      E-Paper, Archiv & Prospekte

      Steiermark > Graz

      Regenschauer
      Graz
      min: 14° | max: 23°
      7-Tagesprognose

      Aktuelle Leser-Fotos

      100 Jahre Erster Weltkrieg

      Eine Reise an Orte, die bis heute vom Krieg gezeichnet sind. Elf illustrierte Reportagen auf 285 Seiten. Das neue Buch der Kleinen Zeitung ist ab sofort im Online-Shop erhältlich.

       


      INTERAKTIVE GRAFIKEN

      KLEINE.tv

      Die lange Schul-Einkaufsliste

      Auf etwa 50 Produkte schätzen Kathrin und Jasmin ihre Einkaufsliste, mit...Noch nicht bewertet

      Fotoserien

      Bike Week: Bilder vom Dienstag 

      Bike Week: Bilder vom Dienstag

       

      Blumenschmuckbewerb 2014

      Die rund 38.000 Teilnehmer bei der 55. Ausgabe der "Flora" ließen das Land aufblühen. Die Sieger wurden am Donnerstag in Krieglach gekürt.

      Fit im Netz

      Lernen Sie alles über das Internet

      Wir begleiten Sie im Internet: Mit einer Zeitung, mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen online, mit einer Frage-Antwort-Plattform und mit Kursen.

       

      Kuriose Clips aus aller Welt

      Katze rettet Besitzer vor Feuer

      In Australien hat eine Hauskatze ihren Besitzer vor einem Hausbrand gewa...Noch nicht bewertet

      Vorteilsclub

      Das Mondjahrbuch-Paket 2015

      Das Mondjahrbuch-Paket 2015!

      Online-Anzeigen-Tool

      Inserieren Sie jetzt in nur 6 Schritten Ihre Zeilenanzeige in der Kleinen Zeitung Weiter

      Events & Tickets

      Annett Louisan Tipp

      Annett Louisan

      16.11.14 Graz
      Tickets bestellen

      Apps für alle

      Montage

      Nach iPhone- und iPad-App steht jetzt die Android-App der Kleinen Zeitung bereit: Für fabelhaft komfortablen Lesespaß, jederzeit und überall.

      Apps, Apps, Apps

       

      Aboangebote

      Testabo

      Aboangebot

      Jetzt die Kleine Zeitung 4 Wochen lang kostenlos testen und mit etwas Glück einen von 444 sommerlichen Preisen gewinnen!

      Das Kleine Zeitung Digital Testabo

      Das Kleine Zeitung Digital Testabo

      Mit dem digitalen Abo der Kleinen Zeitung lesen Sie bequem das E-Paper und nutzen unsere multimedialen Angebote

      Die Kleine Kinderzeitung

      Die Kleine Kinderzeitung

      Online-Shopping

      Foto: Kzenon - Fotolia.com

      Der Online-Handel wächst rasant. Was alles dahinter steckt, lesen Sie hier.

      Steirer helfen Steirern

      Mit "Steirer helfen Steirern" unterstützen wir gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern Landsleute in Not.
      Das Spendenkonto:
      Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, Konto: 170001, BLZ: 20815

      Lotto

      8 9 20 24 34 38 ZZ: 43

      Ziehung vom 31.08.2014, alle Angaben ohne Gewähr.

      "Best of" unserer Leser

      Leser-Reporter Samuel Engel

      Die besten Schnappschüsse unserer Leser-Reporter!

       

      Immer top-informiert

      Nachrichten und Veranstaltungstipps für Ihr Bundesland, das Tageshoroskop oder News aus den Bereichen Auto, Multimedia, Leute & Style oder Immo & Wohnen ...

      Guides

      Immer informiert

      RSS-Feeds

      Immer aktuell: Die wichtigsten News direkt abonnieren.

      Mobil informiert

      Immer dabei: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf dem Handy.

       

      Facebook & Co

      Foto: KLZ/rare (Fotolia.com)

      Immer vernetzt: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf Facebook und Twitter - werden Sie Fan!

       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!