Luxus-Affen
Der praktizierende Österreicher kennt sommersüber nur zwei Wettergattungen: Affenhitze oder Sauwetter. - Über beide kann er hingebungsvoll greinen.
Heute soll es noch heißer werden, wie kann man in unseren Breiten diesem Umstand begegnen, wenn man nicht zufällig Open-Air-Schwerarbeiter ist?
Nun, man kann im Haus bleiben, verdunkeln und klug für Durchzug sorgen. Man kann sich luftig kleiden, Baumschatten und/oder klimatisierte Geschäfte nutzen, Eis essen. Man kann im Schwimmbad endlos abtauchen oder es am Arbeitsplatz etwas gemächlicher angehen lassen. Man kann etwas leichter essen als sonst und sich an Getränken aller Art laben, die allerorts gereicht werden. Und am Abend draußen sitzen, als sei man in den Tropen.
Apropos: So heiß wie hier ist es in den ostafrikanischen Notgebieten fast immer. Manchmal noch heißer. Und: Kein Eis, kaum Schatten, kein Schwimmbad, keine Klimaanlagen, kein leichtes Essen, nicht einmal sauberes Wasser. Ziemlich viel Garnichts bei Temperaturen, über die wir Luxus- Affen klagen.
FRIDO HÜTTER





















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