Uni der Fantasie
Die Universitätsrektoren verlangen Geld, viel mehr Geld. Andernfalls droht jeder mit anderen Konsequenzen: vom Weg zum Gericht bis zum Zudrehen von Studienrichtungen. Das dient einerseits der Vorbereitung für die Verhandlungen über ihre Budgets der nächsten Jahre. Andererseits sind die Zustände an vielen Instituten in der Tat - ein Zustand. Deshalb werden die Unis weiter zu Spenden aufrufen und sich andere Methoden zum Lukrieren von Drittmitteln ausdenken. Deshalb wären Studiengebühren für jene, die es sich leisten können, nur gerecht.
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hat aber recht, wenn er sagt: "Geld allein löst keine Strukturprobleme." Unser Schulsystem ist ja auch teuer und trotzdem nur Mittelklasse. Daher muss der Zugang zum Studium zwar nicht eingeschränkt - braucht ja mehr, nicht weniger Akademiker - aber sinnvoll geregelt werden.
Das löst die Strukturprobleme aber auch nicht. Dafür müssten, nona, die Strukturen geändert werden. Hoffentlich entwickeln Professoren und Politiker hier genauso viel Fantasie wie beim Betteln und Drohen.
EVA WEISSENBERGER



















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