13.10.2008 - Ready for Tag-Off!
Und wieder mal ist die Kleine Zeitung der Konkurrenz in Sachen Crossmedia eine Nasenlänge voraus: Erstmals in der Kleinen Zeitung wird am 15. Oktober "Mobile Tagging" als Leser-Pilotversuch in der Praxis getestet. Die Hauptrolle in dieser neuen Kommunikationstechnologie spielt ein geheimnisvolles Symbol, das man per Handy fotografiert. Und dann passiert etwas ...

Foto © APA"Mobile Tagging" bringt das Internet auf die Straße ...
Nein, "Mobile Tagging" ist keine Erfindung der Kleinen Zeitung. Das haben sich so um 2003 die Japaner einfallen lassen. Und seitdem spielt es zumindest in einigen asiatischen Ländern in mehreren Bereichen des mobilen Marketings keine unbeträchtliche Rolle.
Wie "Mobile Tagging" funktioniert, ist schnell erklärt: Man richtet die Handykamera auf einen zweidimensionalen Barcode, der aussieht wie eine drei mal drei Zentimeter große Sehstörung, und fotografiert diesen. Dann wird dieses kryptische Zeichen von einer Software (die man sich zuvor aufs Handy laden muss) decodiert und der Inhalt verarbeitet. Meistens werden damit Webadressen codiert, die den Handybrowser mit nur einem Klick auf die gewünschte Website navigieren. Es können aber auch andere Arten von Informationen wie Textinfos, Visitenkarten oder vorgegebene SMS-Nachrichten in den Codes gespeichert werden.
"Mobile Tags" übernehmen somit die Rolle der Links aus dem Internet. Man erspart sich das äußerst lästige Eintippen der URL auf den Mini-Handytasten – schon praktisch das Ganze! Und das Nachdenken über etwaige Einsatzmöglichkeiten von Mobile Tagging ist durchaus Fantasie anregend: Man könnte damit Nahrungsmittelverpackungen mit Zusatz-informationen versehen (auf den Verpackungen selbst kann man oft kaum etwas lesen), man könnte detallierte Wegbeschreibungen auf mit "Tags" ausgestatteten Verkehrstafeln erhalten, Gebäude mit für Touristen relevanten Informationen (natürlich in verschiedensten Sprachen) ausstatten. Man könnte auch einen "Tag" an seinem Auto anbringen und wer ihn fotografiert kann den Wagen automatisch über ebay kaufen, man könnte per "Tag" auf seine Visitenkarte weiterleiten, man könnte sich sogar einen "Tag" tätowieren lassen und dem Arzt statt der E-Card zeigen.
Man könnte aber auch mit nur einem simplen Handyklick an einem lukrativen Gewinnspiel teilnehmen. Zum Beispiel am 15. Oktober in der "Kleinen Zeitung UNI".







