Kinder bei den Teenies "in"
Schülerumfrage: Fast alle wollen ein Kind - die meisten noch vor 30.

Foto © BIG SHOTJunge Eltern. Jeder fünfte Jugendliche hätte gern ein Kind bis zu seinem 25. Lebensjahr
Ist ein Baby-Boom in Sicht? Trotz der Tatsache, dass sich heute vieles um die eigene Karriere zu drehen scheint, möchten 83,7 Prozent der befragten Mädchen sowie 76,5 Prozent der Buben einmal Kinder haben. Überraschend war auch, dass jeder fünfte Jugendliche angab, im Alter von 18 bis 25 Jahren das erste Kind bekommen zu wollen. Entgegen dem Trend, das erste Kind erst mit 30 zu gebären, haben nur drei Prozent der befragten Mädchen angegeben, dies wirklich so spät zu wollen. Dies könnte die Frauensuche für knapp 30 Prozent der befragten jungen Männer erschweren, da diese angaben, erst über 30 Vater werden zu wollen.
Des weiteren würde ein Viertel der Burschen bei ihrer Freundin bleiben, wenn sie schwanger würde. Einer von fünf würde auf eine Abtreibung drängen. Nur 14 Prozent der Mädchen könnten sich eine Abtreibung vorstellen. Fast die Hälfte aller Befragten glaubt, dass sie von den Eltern unterstützt werden. Aber: Im ersten Moment wäre kaum jemand für den Nachwuchs bereit.
Features
SCHÜLER-UMFRAGE
Zum Thema "Junge Eltern" wurden 107 Schüler (43 Mädchen und 64 Buben) im Alter von 15 bis 19 Jahren befragt. Die Umfrage fand in der HAK/ HAS, dem Polytechnikum, der Berufsschule für Mechaniker und dem BG/BRG im Bezirk Leibnitz statt.
KOMMENTAR
LISA MARX
Wandel der Zeit
Junge Eltern. Obwohl das
Durchschnittsalter für das
Erstgeborene immer höher
wird, liegt Österreich
dennoch an der Spitze für
Teenager-Schwangerschaften.
Junge Mütter und
Väter werden dennoch nicht
als Normalität angesehen.
Wenn heute eine Frau mit 18 ein Kind bekommt, sind häufig die ersten Gedanken: Ungewollt und zu früh. Häufig wird man für verantwortungslos oder schlichtweg dumm gehalten, wenn man jung schwanger wird und das Kind behält. Zu den normalen Sorgen eines jeden Jugendlichen kommen nun auch noch die einer Mutter oder eines Vaters.
Immer muss man für sein Kind da sein, auch wenn man selbst noch kein richtiger Erwachsener ist. Und wenn man weiterhin zur Schule gehen oder seine Arbeit ausführen möchte, braucht man immer jemanden, der auf das Kind aufpasst.
Doch egal wie man sich entscheidet, ob für oder gegen das Kind, das Wichtigste ist und bleibt: Dass man glücklich ist und mit sich und seinem Leben zufrieden ist.



























