Wo das wahre Glück zu finden ist
Das Glück speist sich aus verschiedenen Quellen. Jeder findet sein Glück auf eine andere Weise. Doch der Weg dorthin ist nicht immer einfach.
Psychologen beschreiben Glück als "ein starkes positives Gefühl, bei dem man in einer beständigen zufriedenen Verfassung ist". Aber man müsse auch negative Gefühle verdrängen und positiv denken. Ist das also der Schlüssel zu wahrem Glück?
Neurowissenschaftler fanden etwa heraus, dass Botenstoffe wie Dopamin und Oxytocin bedeutenden Einfluss auf unser seelisches Wohlbefinden haben. Sie werden vom Gehirn bei Erfolgserlebnissen, Nahrungsaufnahme, aber auch beim Sex freigesetzt.
Aber dass nur chemische Substanzen unsere Gefühlslage verändern, will der deutsche Glücksforscher Stefan Klein nicht gelten lassen: "Wir fühlen uns von Hoffnungen, Gedanken und Wünschen beseelt. Wenn wir uns verlieben oder stolz unsere Kinder ansehen, wollen wir dann wirklich glauben, dass diese Freude am Dasein nichts anderes ist als nur der Strom einiger Chemikalien im Kopf?"
Geld, Karriere, Gesundheit und Familie sind jedenfalls eine wichtige Basis für Glück. Doch: "Geld allein macht nicht glücklich", meint sogar Finanzminister Josef Pröll. Es schaffe jedoch Sicherheit und Möglichkeiten. Doch wie kommt man dazu? Karriere kann zu Geld und Anerkennung führen, aber Familienleben oder Freizeit können darunter leiden. Also ein gesundes Leben? Ohne Gesundheit ist bekanntlich alles nichts, aber nur dafür zu leben? "Ehrlichkeit, Solidarität und Vertrauen auf Gott", lautet etwa die Glücksformel von Bischof Egon Kapellari. Eine Familie kann ebenso glücklich machen, aber auch unglücklich: Probleme mit Eltern, Geschwistern oder dem Partner.
Oder machen doch einfach die Kleinigkeiten im Leben glücklich? Vielleicht ja. Ein Kinderlächeln, gute Noten, Shoppingtouren, Fußballtore, gute Bücher, neue CDs oder Schokolade - all das kann zu Glück werden, wenn man ein offenes Herz hat.
Features
GLÜCKSBRINGER
Die einen halten sie für blanken Aberglauben, für andere sind sie eine Lebensnotwendigkeit: die Glücksbringer. Hier eine kurze Übersicht über ihre Bedeutung:
Marienkäfer
FREUDE. Gilt als Himmelsbote der Muttergottes. Er soll Kinder beschützen und jene heilen, denen er zufliegt. Jeder freut sich bei seinem Anblick.
Fliegenpilz
ZAUBER. Vermutlich wegen seiner Psycho-Wirkung wird der Fliegenpilz seit jeher mit Zauberei in Verbindung gebracht. Aber auch sein extravagantes Aussehen trägt zu seiner Popularität bei.
Glückspfennig
GESCHENK. Der Glückspfennig ist ein Symbol für Reichtum. Wenn man ihn jemandem schenkt, wünscht man ihm Geld ohne Ende. Er ist die kleinere Ausgabe des goldenen Tauftalers oder des Weihgroschens, der Hexen vertreiben sollte.
Hufeisen
SCHUTZ. Das Pferd gilt als Symbol für Stärke und Kraft und so galt das Hufeisen, das die Tiere schützt, auch als Glücksbringer. Am Türbalken befestigt, schützt es Haus und Hof.
Glücksschwein
REICHTUM. Das Schwein, in Europa ein wichtiger Fleischlieferant, symbolisiert ebenfalls Reichtum. Der wilde Eber war schon den Germanen heilig.
Kleeblatt
SELTENHEIT. Das vierblättrige Kleeblatt ist aufgrund seiner Seltenheit auch ein Glücksbringer. Damit es tatsächlich wirkt, ist es wichtig, es zufällig zu finden. Es soll auch Reisende schützen und an der Kleidung schützt es angeblich vor allem Bösen. Aber aufgepasst: Gezüchtet, soll das vierblättrige Kleeblatt das Unheil sogar anziehen.



























