Das Leben Gott gewidmet
500 Priester und 823 Ordensangehörige leben derzeit in der Steiermark.
Immer wieder begegnen wir Priestern. Wir sprechen mit ihnen ganz normal und machen uns keine Gedanken darüber, was sie sind und wie sie dazu geworden sind: Priestersein als Mysterium.
Ausbildung. Am Anfang steht ein Propädeutikum, eine einjährige Vorbereitungszeit, die alle Priesterkandidaten im niederösterreichischen Horn absolvieren müssen. Darauf folgt ein Studium der Theologie. In dieser Zeit wohnen sie im Priesterseminar, beispielsweise in der Grazer Bürgergasse. Dort werden sie von dem dafür verantwortlichen Priester, dem sogenannten Spiritual, betreut. Er begleitet sie die ganze Zeit über als Seelsorger.
Praktikum. Nach Studienabschluss absolvieren die jungen Männer ein Pastoralpraktikum in einer Pfarrgemeinde. Am dritten Adventsonntag werden sie schließlich zum Diakon geweiht, rund um den 29. Juni, dem Gedenktag der Apostel Petrus und Paulus, zum Priester. In den nächsten drei Jahren ist der Priester als Kaplan tätig. Im Anschluss daran übernimmt er selbst eine Pfarrgemeinde. In den vergangenen Jahren waren rund 500 Priester in der Steiermark tätig.
Regelungen. Bei den Orden gibt es hingegen unterschiedliche Regelungen. Nach dem Postulatsjahr wird die junge Frau bzw. der junge Mann als Novizin bzw. Novize aufgenommen. Frühestens ein Jahr später legen sie die zeitliche Profess ab, nach einigen Jahren die ewige Profess. Das Ordensmitglied verpflichtet sich damit auf Lebenszeit zur Einhaltung der drei Gelübde Gehorsam, Armut und Keuschheit. Brüder werden im Gegensatz zu Patern nicht zum Priester geweiht.
In der Steiermark leben derzeit 579 Ordensschwestern, 98 Ordensbrüder und 146 Ordenspriester, also Pater.












