Schönheit zu verkaufen
Schönheitsoperationen gibt es zum Schnäppchenpreis im Ausland.
Prag. Regen prasselt auf den Asphalt. Doch nicht nur Einheimische und Touristen tummeln sich, um schnell ins Trockene zu kommen. Einige von ihnen wollen sich auch die neuesten Schönheitsideale maßgeschneidert auf den eigenen Körper modellieren lassen. Die Fahrt nach Ungarn wäre zwar kürzer, doch günstige 392 Euro für eine Nasenkorrektur und die schöne Stadt zahlen sich dabei im doppelten Sinn aus.
Gefahren. Aber nur wenige dieser "Schönheitstouristen" wissen, welche Gefahren diese Klingen mit sich bringen können. Immer wieder müssen in österreichischen Krankenhäusern Notoperationen nach billigen Schönheitsoperationen durchgeführt werden. Nachblutungen, schlechte Narbenbildung und Wundinfektionen sind jene Probleme, die am häufigsten nach einer Operation auftreten. "Menschen, die sich für einen Spottpreis im Ausland operieren lassen, sollten sich genau über den Arzt informieren. Es kommt immer wieder vor, dass es sich beim Operateur um keinen Facharzt für plastische Chirurgie handelt", weiß Claudia Ruda-May, plastische Chirurgin mit Privatpraxis in Graz und Fürstenfeld. Auch Johann Umschaden, Primarius der Schwarzl-Tagesklinik auf der Laßnitzhöhe rät davon ab, sich im Ausland unters Messer zu legen: "Die hygienischen Umstände in einigen ausländischen Kliniken können sehr schlecht sein."












