Wie recherchiere ich für ein Thema?
Da ist es - ein Thema! Und was macht man jetzt damit? Die Recherche ist die Grundlage jedes Beitrages - und sie entscheidet auch über Tod und Leben eines Artikels.
Wer eine Idee für einen Artikel hat, darf sich freuen: Er hat schon einen wichtigen Teil des Beitrages geschafft. Aber jetzt geht erst die richtige Arbeit los: Die Recherche. Sie zeigt auf, ob die Story wirklich eine Story ist, liefert alle Aspekte und Seiten der Geschichte und sorgt damit in weiterer Folge für das Text- und auch Bild-Material des Artikels.
Tipps
Besonders wichtig dabei ist, "sich vorher zu notieren, was man wissen will, und während der Recherche nicht zu vergessen zu notieren, mit wem man gerade spricht (voller Name, Position, etc.)", betont Claudia Gigler (Innenpolitik) und "eine klare Strategie und klare Ziele zu haben", ergänzt Michael Sabath (Chef vom Dienst Kärnten). Auch um "Genauigkeit und Gegenchecks", so Norbert Swoboda (Steiermark-Redaktion), kommt man nicht herum. "Verlässliche Informanten" (Gerald Pototschnig, Sportredaktion) erleichtern einem da das Leben natürlich gewaltig.
Quellen
Die Recherche kann nicht ausführlich genug sein. Es ist am wichtigsten, mehr zu erfahren, als für den Bericht, die Reportage, den Kommentar erforderlich ist. Zu diesem Zweck nutzt man auch die unterschiedlichsten Quellen, hier ein paar davon:
Quellen
- Elektronische Archive: Nachrichtenagenturen, Tageszeitungen o.ä.
- Internet: Suchmaschinen, Zeitungsarchive im Web etc.
- Lexika und andere Nachschlagewerke, evtl. auch aus Bibliotheken
- Gespräche mit (potenziellen) Informanten
Der letzte Punkt ist mit Sicherheit der bedeutendste. Hier erfährt man Details, Hintergrundwissen und vielleicht knüpft man ja sogar Kontakte, die auch für weitere Geschichten wichtig sein können. Es gilt: "Zuhören, zuhören, zuhören, sich auf den jeweiligen Gesprächspartner voll konzentrieren und einstellen und ungeniert fragen. Informationen abgleichen, nochmals nachfragen. Und: Missbrauche niemals das Vertrauen von Informanten!", so Ute Gross (Regionalredaktion Liezen). Denn der seriöse Journalist hat keine Probleme damit, den Namen seines Informanten auf Wunsch für sich zu behalten.











