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Zuletzt aktualisiert: 30.07.2012 um 20:30 UhrKommentare

Philippe Jordan, Dirigent, im Porträt

Mit 27 Jahren hatte er 2001 in Graz seinen ersten Job als Chefdirigent angetreten. Zehn Jahre später ist Philippe Jordan ganz oben angelangt.

Foto © APA

Mit seinem Debüt bei den Bayreuther Festspielen 2012 hat er all jene Karrierestationen absolviert, die in seinem Beruf als erste Adressen gelten. Ein Bravourstück, das nur ganz wenigen Taktstockvirtuosen geglückt ist.

Während etwa Franz Welser-Möst, der Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, seine Opernerfahrungen zuvor fast ausschließlich in Zürich gesammelt hatte, stand Jordan am Pult aller wichtigen Opernhäuser der gesamten Musikwelt. Er dirigierte an den Staatsopern in Berlin, Dresden, München und Wien, schwang den Taktstock am Royal Opera House in London, an der Mailänder Scala und der Metropolitan Opera in New York. Schon 2001 hatte er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gegeben, bei denen er im kommenden Sommer eine konzertante Opernaufführung leiten soll. Und mit den Philharmonikern in Berlin, Wien, London und New York hat er auch schon die besten Orchester der Welt geleitet.

Mit Richard Wagners "Parsifal" feierte er 2012 sein Debüt am Grünen Hügel. Das Bayreuther Festspielorchester entlockt ihm höchste Komplimente: "Es ist der pure Genuss. Hier muss man eigentlich nicht probieren, nur akzentuieren, eigene Dinge einbringen."

Schon in Graz, wo ihn weitblickende Kulturpolitiker bereits nach drei Jahren mit Erfolg vergraulten, hatte Philippe Jordan jene Qualitäten erkennen lassen, die ihn so rasch ganz nach oben geführt haben. Der bis 2018 vertraglich gebundene Musikdirektor der Pariser Oper mit ihren 174 Orchestermitgliedern verfügt über ein exzellentes Gehör und erarbeitet sich klare, eigene Interpretationskonzepte, die er mit Nachdruck und intensiver Körpersprache umzusetzen weiß.

Sein Erfolgsrezept? Er kennt keine Routine, agiert stets mit höchster Genauigkeit und Konzentration, die er auch von seinen Musikern fordert. Ein Mitglied des Grazer Opernensembles brachte es auf den Punkt: "Er hat uns alle regelrecht hypnotisiert." ERNST NAREDI-RAINER






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