Taylor Swift, Countrysängerin, im Porträt
Countrystar Taylor Swift (22) räumte bei den Teen Choice Awards 2012 ab.

Foto © Reuters
Das Foto mit dem herzigen, erschrockenen Blick, als ihr während der Grammy-Verleihung 2010 einer der vier Preise aus der Hand fiel, ging um die Welt. Inzwischen mangelte es Taylor Swift nicht an Gelegenheiten, Erfahrung in der Entgegennahme von Preisen sammeln zu können. Unglaubliche 107 Auszeichnungen dürften in ihrem Trophäenschrank stehen, die englische Wikipedia führt zur unüberschaubaren Ehrentafel einen eigenen Artikel.
17 Mal gewann der 22-jährige Country-Popstar den besonders unhandlichen "Teen Choice Award" in Form eines Surfbretts, fünf davon heuer. Fans zwischen 13 und 19 wählten sie zur beliebtesten weiblichen Künstlerin, Countrysängerin und "Choice Voice" (für Swifts Synchronsprecherrolle im Animationsfilm "Der Lorax"). Ihre Songs "Eyes Open" und "Sparks Fly" wurden zur besten Single einer weiblichen Künstlerin und zum besten Countrysong gewählt.
Die für die US-amerikanische Sängerin und Songwriterin aber wohl noch erfreulichere Meldung ging schon Mitte Juli um die Welt: Wie aus einer Rangliste des Wirtschaftsmagazins "Forbes" hervorging, ist Swift der bestbezahlte Star unter 30. In zwölf Monaten hatte sie rund 57 Millionen Dollar (47 Millionen Euro) eingenommen, zusammengesetzt aus Albumverkäufen, Gagen und Werbeverträgen, beispielsweise für Make-up der Marke "CoverGirl". Ihre Konzertgagen schätzt "Forbes" auf durchschnittlich eine Million US-Dollar.
Von wegen Western ist etwas von gestern: Swifts Erfolgsrezept ist es, ausgerechnet Country, das einzige Genre, dessen Verkäufe in den USA noch nicht rückläufig sind, für den Teenagermarkt geöffnet zu haben. Sie macht Countrymusik für Nicht-Countryfans, verknüpft sie mit Inhalten, die junge Amerikaner beschäftigen. Westernstiefel und Karohemd hat sie durch Designerschuhe und Glitzerkleidchen getauscht.
Ihr Hauptdomizil hat die Sauberfrau - wie es sich für einen Countrystar gehört - in Nashville, der Hochburg der Westernmusik, aufgeschlagen. Für den Glamourfaktor besitzt sie auch ein Haus in Beverly Hills. Wo vermutlich auch die 17 Surfbretter lagern. NINA MÜLLER
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