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Zuletzt aktualisiert: 18.07.2012 um 20:30 UhrKommentare

Panda-Rapper Cro im Porträt

Der deutsche Rapper Cro platziert sein Debütalbum auf Platz eins.

Nicht ohne meine Pandamaske: Rapper Cro

Foto © Wohnzimmer PromotionNicht ohne meine Pandamaske: Rapper Cro

Der Weg zum Star führt zwangsläufig zu drei Effekten: Geld, Ruhm und ein Ende der Anonymität. Wessen Karriere hier aus der Reihe tanzt, fällt auf. Einer dieser Ausnahmen ist der deutsche Musiker Cro. Musiksender MTV sieht in ihm den "heißesten Newcomer der deutschen Rapszene", für Hip-Hopper Jan Delay ist er "die Zukunft von Deutsch-Rap" und Cros Debütalbum "Raop" ist eben in Österreich und Deutschland von null auf Platz eins eingestiegen. Ruhm hat der Anfang 20-jährige also, Geld sollte mittlerweile auch eintrudeln, doch sein Gesicht ist eben so wenig bekannt wie das Geburtsdatum.

Selbstschutz mit Kultfaktor

Es war im November 2011, als das Video zur Single "Easy" auf YouTube gestellt wurde und Cro eine Pandamaske aufsetzte: "Anfangs aus Selbstschutz", wie er erzählt. Er wollte nicht, dass sein Chef sieht, was er neben seinem Job als Illustrator bei der "Stuttgarter Zeitung" noch so treibt. Der Titel wurde bis Mittwoch 23 Millionen Mal abgespielt, aber schon nach 500.000 Klicks binnen der ersten Wochen war klar: Cro hatte einen Nerv getroffen. Weil er mit Rap aufgewachsen ist, für ihn Pop aber "kein Schimpfwort" ist kreierte er Raop, einen "Mix aus Rap-Beats und poppigen, eingängigen Melodien", wie Cro beschreibt. Ganz glatt gebürstet hat er den traditionell deftigen Rap nicht, denn etwa in "Easy" wettert er gegen Frauen und das Heiraten. Aber weil jemand, der eine Pandamaske trägt, nicht wirklich böse sein kann, heißt es in "Du" dafür "Baby, das Beste bist du".

In der plötzlichen Massentauglichkeit seines Raop erkennt Cro eine zyklische Abwechslung: "Es gibt immer eine Musikrichtung, auf die sich jeder stürzt - bis alle es machen. Dann wird es doof und es kommt wieder was Neues. Jetzt sind wir einfach an dem Punkt, an dem sich etwas dreht." Wie schon bei Sido, wird auch bei Cro die Maske irgendwann fallen, davon ist er überzeugt. Man will ihm glauben, auch weil er sich selbst als "liebes Weichei, das nicht lügen kann" beschreibt. Doch noch gilt es die Neugier am Köcheln zu halten.

CHRISTOPH STEINER





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