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    Zuletzt aktualisiert: 26.06.2013 um 19:17 UhrKommentare

    Elizabeth T. Spira, ORF-Quotenkönigin, im Porträt

    Elizabeth T. Spira assistiert als Liebesgott Amor.

    Elizabeth T. Spira

    Foto © ORF / Liebesg'schichten und HeiratssachenElizabeth T. Spira

    Sie selbst wäre als Kandidatin für ihre Kuppelsendung "Liebesg'schichten und Heiratssachen" gänzlich ungeeignet. Nicht nur, dass Elizabeth T. Spira glücklich verheiratet ist, sie würde sich vor der Kamera auch nicht öffnen: "Meine Gefühle erzähle ich meinem Mann. Ich bin nicht jemand, der seine Gefühle zeigt, der alles herauskotzt. Da bin ich altmodisch erzogen", sagt die 70-Jährige.

    Wenn in ORF 2 eine Staffel des Quotenhits startet, schaut nicht nur fast eine Million Österreicher zu, man wird Spira wieder vorwerfen, sie sei eine Voyeurin, die einsame Seelen einfängt. Kritik, die ihr schon lange gleichgültig ist: "Es ist mir wurscht, was geschrieben wird. Man darf mich auch total angreifen - aber g'scheit und nicht nur das Gleiche immer wiederkauen. Außerdem ist ein Journalist, der kein Voyeur ist, schlecht."

    Neugierig war die Mutter einer Tochter schon immer, nur die Politiker interessierten sie für ihren Beruf als promovierte Publizistin und Journalistin bei "profil", "teleobjektiv" und dem "Inlandsreport" zu wenig: "Am Abend haben wie lieber gepokert, als Konzepte geschrieben", erinnert sich Spira. Also wandte sie sich der Unterhaltung zu und entwickelte mit Historiker Michael Mitterauer 1985 die "Alltagsgeschichten". Für sie "sicher keine klassische Sozialreportage. Bei mir kamen ganz normale Leute vor, eher das untere Drittel, das nicht so begünstigt worden ist". Aus dem Format entwickelten sich auch die "Liebesg'schichten", da man bei den Recherchen "so viele einsame Menschen" getroffen hat.

    Das T in ihrem Namen verdankt sie übrigens Vater Leopold, dessen Deckname Toni war. Als jüdischer Kommunist von den Nationalsozialisten gleich doppelt gefährdet, floh er nach Glasgow, wo Spira am 24. Dezember 1942 zur Welt kam. Am Heiligen Abend rannte sie oft weinend auf die Straße: "Weil das Geld immer knapp war, war meinen Eltern jede Ausrede recht Geschenke zu sparen. Also gab es etwa einen Schi zum Geburtstag und einen zu Weihnachten."

    CHRISTOPH STEINER





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